Euro-Rettung
IWF gibt Hilfsgelder für Zypern frei

Der IWF genehmigt die Auszahlung von 84,7 Millionen Euro Kredithilfen für Zypern. Zypern verpflichtet sich dafür zu Anpassungen. IWF-Chefin Lagarde bleibt aber skeptisch: Die Risiken für das Programm blieben erheblich.
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Washington/BerlinDer IWF hat den Weg freigemacht für die Auszahlung von 84,7 Millionen Euro an Kredithilfen für Zypern. Eine Überprüfung der gegenwärtigen Entwicklung des Landes im Lichte des Anpassungsprogramms, zu dem sich Zypern im Gegenzug zu einem umfangreichen Hilfsprogramm des IWF und der europäischen Partner verpflichtet hatte, wurde mit einem positiven Urteil abgeschlossen, teilte der Fonds am Montag mit. Allerdings merkte IWF-Chefin Christine Lagarde an: „Die Risiken für das Programm bleiben erheblich.“ Es gebe keinerlei Raum, bei der Umsetzung der zugesagten Reformen zu schludern. Die Politik müsse konsequent den Sanierungskurs fortsetzen.

Die zugesagte IWF-Kredithilfe von insgesamt einer Milliarde Euro ist Teil eines Rettungsprogramms internationaler Geldgeber im Umfang von zehn Milliarden Euro. Das Programm war Mitte Mai von Europäern und IWF beschlossen worden und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die ausgezahlten Hilfen des Fonds belaufen sich mit der Freigabe der aktuellen Tranche auf 169,4 Millionen Euro. Zypern war vor allem wegen Schwächen seines Bankenbereichs unter Druck gekommen. Bei der Bankensanierung waren unter anderen auch Investoren mit großen Einlagen zur Kasse gebeten worden. Die EU-Kommission hatte schon Anfang des Monats signalisiert, dass der Inselstaat auf die nächste Hilfstranche hoffen kann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • " zu massiven Kapitalfehlallokationen und Schieflagen von Staaten und Banken."
    Soviel ich weiss, haben nach Lehman Staaten wie Deutschland, Frankreich Bankenrettungspakete geschnürt, aber Krisenstaaten, die unter dem ESM sind wie Griechenland, Portugal, Spanien nicht.
    Die Krisenstaaten erhöhten im7wegen Euro ihre Kreditnachfrage, ausgelöst durch die niedrigen Zinsen, diese ausgelöst durch die Zinskonvergenz des Euro.
    Also: ohne Euro hätten Griechenland immer über 20% Zinsen zu zahlen, Spanien und italien über 12%. Das wäre ein Disziplinierungsinstrument, das der hohen Staatsverschuldung entgegengewirkt hätte. dann hätten sich auch nicht soviel Unternehmer und private Haushalte so hoch verschulden können. Und ohne Euro hätten wir keine Haftungen zu tragen und auch keine Target2-Salden (570 Mrd).
    Der Euro wurde zu schnell eingeführt, jetzt wird die Bankenunion genauso hastig zusammengezimmert, und zwar von den gleichen "Experten" und Fanatikern, die Demokratie und Rechtsstaalichkeit ihren Zielen unterordnen.

  • @Rechner:"Durch die mangelhafte Eigenkapitalunterlegung für Staatskredit und von den Betrügeragenturen mit AAA bewertetem Ramsch kam es zu massiven Kapitalfehlallokationen und Schieflagen von Staaten und Banken."
    -----------------
    1. Hat nicht die EU mit ihren eurofanatischen Politikern die Rahmenbedingungen gesetzt, dass für staatsanleihen (von Griechenland, etc..) ein Risikogewicht von 0% anzunehmen ist. Diese Rahmenbedingungen wurden von den europäischen "Experten" gesetzt.
    2. Ohne euro wäre nie soviel Kapital z.B. nach Spanien und Irland geflossen um dort einen Immobilienboom auszulösen. Oder glauben Sie, die Häuserpreise in Spanien hätten sich innerhalb von ein paar Jahren vervielfacht, wenn es nicht den Euro gäbe?
    Ohne Euro hätte Spanien nicht jahrelang soviel Immobilien gebaut wie Frankreich,Großbritannien und Deutschland zusammen.

  • @ Freidenker

    „Reine Marionetten des Großkapitals“ sind die Politikdarsteller des Einheitsbreis CDU/CSU-SPD-GRÜNE-FDP. Die LINKEN Demagogen predigen Wasser und trinken den Wein, haben sich in der aktuellen politischen Situation eingefunden oder besser gesagt sich darin gemütlich gemacht…So sieht`s aus!

    Wenn Sie etwas bewirken wollen, müssen Sie ALTERNATIVEN wählen!

    Europa ist wirtschaftlich SEHR krank, die Diagnose steht auch schon fest – es ist der Einheits-EURO, der die Wirtschaft der schwachen Nachbarländer abwürgt und die Deutschen zu billigen Arbeitskräften degradiert, deren Kinder und Enkelkinder übrigens die Rechnungen dafür zahlen dürfen (PERVERSER geht`s wohl kaum)

    Bleiben wir bei meiner Metapher: Der Patient Europa braucht also einen Arzt, der diese Krankheit auskurieren kann. Sein behandelnder Arzt (Frau Ferkel, ähhh Merkel)) behauptet dies sei keine Krankheit, sondern WENN ÜBERHAUPT NUR eine vorübergehende Schwäche. Es soll so weiter machen und es geht schon von alleine weg, weil das ALTERNATIVLOS ist! Da wir aber wissen, dass das Aussitzen von Problemen (die eigentliche Stärke von Frau Merkel) nicht immer zu deren Behebung führt, wollen wir etwas unternehmen. Da kommt ein anderer Arzt, ein angesehener Chirurg (natürlich Herr Lucke von der AfD :-) und sagt, er könne da was machen. Der EURO-Krebs sei zwar fortgeschritten, kann jedoch noch eingekreist und operativ entfernt werden. Es wird zwar schmerzhaft sein, aber der Patient bleibt am Leben.

    War das Beispiel einleuchtend? Ich wähle die AfD, weil sie für mich zur Zeit die einzigtragbare Partei ist und Herr Lucke ist ein Lichtblick zwischen den langweiligen und dahinplappernden Politikdarstellern in der BRD. Ich wünsche der AfD ein zweistelliges Ergebnis und freue mich auf Sonntag Abend!

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