Europäische Zentralbank Anleihenkäufe erhöhen Gewinn

Die EZB macht durch Zinserträge und ihre Anleihenkäufe erneut mehr Gewinn. Davon profitieren auch die nationalen Notenbanken.
Update: 22.02.2018 - 13:17 Uhr Kommentieren
Wie die EZB mit Anleihenkäufe die Nationalbanken stärkt Quelle: dpa
EZB-Zentrale in Frankfurt am Main

Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken erwerben momentan monatlich für rund 30 Milliarden Euro Staatsanleihen und weitere Titel.

(Foto: dpa)

FrankfurtHöhere Zinserträge aus Währungsreserven und die billionenschweren Anleihenkäufe treiben den Gewinn der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Überschuss habe im vergangenen Jahr um 100 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro zugenommen, teilte die Euro-Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. Allein die Zinserträge im Zusammenhang mit dem Anleihenkaufprogramm nahmen um 140 Millionen Euro auf 575 Millionen Euro zu. Die EZB schüttet ihren Gewinn an die nationalen Notenbanken aus. Dabei fließt der Bundesbank rund ein Viertel zu.

Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken erwerben momentan monatlich für rund 30 Milliarden Euro Staatsanleihen und weitere Titel. Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende September dieses Jahres laufen und dann ein Gesamtvolumen von 2,55 Billionen Euro erreichen. Mit den Käufen sollen Banken dazu bewegt werden, weniger in diese Titel zu investieren und stattdessen mehr Kredite an Firmen und Haushalte auszureichen. Durch die laufenden Anleihekäufe ist die Bilanzsumme der EZB im vergangenen Jahr weiter stark gewachsen auf 414 Milliarden Euro - ein Plus von 19 Prozent gemessen am Vorjahr.

Auch die Zinserträge aus den Währungsreserven legten von 370 Millionen Euro auf 534 Millionen Euro zu. Laut EZB sind dafür vor allem die in Dollar angelegten Währungsreserven verantwortlich. Zudem stiegen die Einnahmen aus der Bankenüberwachung. Sie wuchsen von 382 Millionen Euro auf 437 Millionen Euro. Die EZB ist für die Überwachung von großen Banken in der Euro-Zone zuständig und kassiert dafür Gebühren.

Auch zu den Personalkosten gibt die Bilanz der EZB Auskunft. Sie sind 2017 auf 535 Millionen Euro gestiegen. 2016 hatten die Zentralbank 467 Millionen Euro für die Mitarbeitergehälter ausgegeben.
Bereits am 31. Januar transferierte die EZB 988 Millionen Euro Überschuss an die Notenbanken der Mitgliedsländer. Die restlichen 287 Millionen Euro sollen am 23. Februar fließen.

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