Europäische Zentralbank

EZB stützt Wachstumspakt für EU

Zentralbankchef Mario Draghi befürwortet einen Wachstumspakt für europäische Länder. Die Sparanstrengungen angeschlagener Euro-Staaten würden dadurch nicht konterkariert werden.
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Der EZB-Rat mit seinem Präsidenten Mario Draghi war am Donnerstag zu Gast in Barcelona. Quelle: AFP

Der EZB-Rat mit seinem Präsidenten Mario Draghi war am Donnerstag zu Gast in Barcelona.

(Foto: AFP)

BarcelonaDie Europäische Zentralbank (EZB) hat die Regierungen der Euro-Zone aufgerufen, parallel zur Sanierung ihrer Haushalte für mehr Wachstum zu sorgen. Er sehe „absolut keinen Widerspruch“ zwischen einer Politik für mehr Wachstum und einer Sanierung der Staatskassen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag im spanischen Barcelona nach dem dortigen Treffen des Zentralbankrates.

Wachstum müssen wieder „in das Zentrum“ der politischen Tagesordnung gerückt werden. Es sei dringend notwendig, Wachstum und Wachstumspotenziale in Europa zu erhöhen, sagte Draghi. Wachstum könne durch politische Strukturreformen, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder Gründung neuer Unternehmen geschaffen werden.

In der europäischen Schuldenkrise seien zwar in vielen Ländern Fortschritte erzielt worden. Jedoch müsse „einen Reihe von Regierungen noch ambitionierter“ sein, um die Staatsschuld abzutragen und dem Wachstum einen Schub zu geben.

Der Zentralbankrat beließ den Leitzins für die Euro-Zone bei seiner turnusmäßigen Sitzung auf dem historischen Tief von 1,0 Prozent. Niedrige Zinsen sollen der Wirtschaft einen Schub geben. Banken können sich bei niedrigen Zinsen günstig mit Geld von der Zentralbank eindecken, das sie in Form von Krediten weitergeben können. Allerdings beobachteten Experten zuletzt, dass Geldhäuser das günstige Geld auch dazu nutzen, ihre eigenen Finanzen zu sanieren.

Die Sitzung in Barcelona fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, da in dem krisengeschüttelten Land mit Protesten zu rechnen war. Vor dem Tagungsort versammelte sich aber nur eine kleine Gruppe von Demonstranten mit Spruchbändern.

  • afp
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16 Kommentare zu "Europäische Zentralbank: EZB stützt Wachstumspakt für Europa"

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  • Ich glaube kein Wort.
    http://www.youtube.com/watch?v=r4crr-kX9zc

  • Ich frage mich, ob die überhaupt wissen was die da tun...

    http://mmaier.bplaced.net/2012/05/die-quadratur-des-kreises/

  • Das Problem ist dass in der Währungsunion die EZB die einzige Institution ist die handlungsfähig ist, also sie tut was sie kann mit den Mitteln die Ihr zur Verfügung stehen: Geldspritze um die Krise zu mildern. Die Politiker sind unfähig eine echte Fiskalunion auf die Beine zu stellen. Eine Währungsunion ohne Fiskalunion ist nicht lebensfähig, das ist allen bekannt und trotzdem ist heute, 10 Jahren nach Einführung des Euros, immer noch kein Ansatz zur Schaffung einer Fiskalunion zu erkennen.

  • Es ist an der Zeit, dass wir laut über das Thema: Immunität nachdenken und die erforderlichen Korrekturen vornehmen.

    Kompetenz und Verantwortung, Verantwortlichkeit müssen in Einklang gebracht werden. Das betrifft nicht nur EZB, ESM, ... sondern auch unsere Politiker.

    Jeder, der behauptet Verantwortung zu tragen muss für seine Entscheidungen auch verantwortlich sein.

  • Wenn sich die NOTENBANK für Wachstum und nicht für Geldwertstabilität verantwortlich fühlt, dann läuft etwas ziemlich schief. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen!:-))) Eine Notenbank will Jobs schaffen, will Autos bauen, will will will:-)))

  • "Wachstum könne durch politische Strukturreformen, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder Gründung neuer Unternehmen geschaffen werden".

    Da habe ich eine tolle Idee:
    Eine dieser neuen Firmen könnte doch die Vermarktung der Oliven übernehmen, die auf den Bäumen wachsen die von der Brüssel-Bürokratie zwar subventioniert werden aber nicht vorhanden sind :-))

  • Nicht nur die Finanzierung des Wachstums ist ein Problem, sondern wie man es schafft. Und da wird es zappenduster, wenn man nicht wieder einen Haufen Blasen schaffen will.

    Wachstum kann man nur schaffen durch Menschen die Gelegenheit zu geben, um Unternehmen zu gründen mit deutlich ausgearbeiteter Strategie und eventuell Begleitung, falls gewünscht, während der ersten Jahre. Wobei dies nur dann eine Chance hat, wenn das System nicht von vorne herein korrupt ist und genau deshalb sehe ich es auch nicht geschehen.
    Vergessen wir nicht, dass allen diesen Ländern lange Jahre Zeit und auch Fördermittel zur Verfügung standen, um etwas zu tun. Nun hat man weniger Zeit und Fördermittel, also die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Plan aufgeht, ist äusserst gering.
    Kant hat seine Kritik an der reinen Vernunft nach zehn Jahren Kontemplation geschrieben (um ein Beispiel zu geben). Diese Zeit der Kontemplation gibt es nicht mehr und von daher wird das Resultat auch sehr mager ausfallen.

  • Warum bloß habe ich beim Namen Draghi immer die Assoziaton ndrangheta?

  • Wachstumspakt? Das ist nichts weiter als eine Worthülse von Hohlkörpern im Umlauf gebracht und in einer Seifenblase verpackt. Der Mann ist überfordert!

  • Draghi ist verantwortlich für mindestens 3 Milliarden Euro griechischer Schulden. In seinen Verantwortungsbereich fielen die Goldman-Sachs Swaps für Griechenland, um die Bilanz Griechenlands um 2% zu drücken.
    Als diese Swap deals gleich zweimal in die Hose gingen, wurden diese Neuschulden von der griechischen Zentralbank in die Bücher übernommen.
    Jetzt soll der deutsche Steuerzahler mithaften.
    Staatanwaltschaftliche Ermittlungen wären angesagt im Fall Draghi.
    Doch unsere Politiker machen mit diesen Verbrechern gemeinsame Sache.

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