Europäische Zentralbank
Firmen kommen leichter an Bankkredite

Banken in der Euro-Zone haben ihre Kreditbedingungen gelockert, Unternehmen kamen zuletzt leichter an Darlehen. Wie sich das Brexit-Votum auf das Kreditgeschäft auswirkt, lässt sich laut EZB noch nicht abschätzen.

FrankfurtDie Geldflut der EZB und der Wettbewerb unter den Banken beleben zunehmend das Kreditgeschäft in der Euro-Zone. Im zweiten Quartal seien Unternehmen leichter an Bank-Darlehen gekommen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Dienstag veröffentlichten jüngsten Kreditbericht mit.

Der Wettbewerb unter den Instituten sei einer der Hauptgründe. Der Umfrage zufolge lockerten die Geldinstitute ihre Kreditbedingungen etwas stärker als in der vorangegangenen Erhebung erwartet worden war. Für das dritte Quartal würden die Banken von weitgehend unveränderten Standards für Darlehen an Unternehmen ausgehen.

Wie sich das Votum der Briten für einen EU-Ausstieg auf das Kreditgeschäft auswirke, ließe sich noch nicht abschätzen. Die Banken hätten noch kein klares Bild. In ihrem vierteljährlichen Bericht befragte die EZB im Juni 141 Geldinstitute aus dem Euro-Raum. Der Erhebung zufolge hat die Nachfrage nach Krediten bei allen Darlehensarten weiter zugenommen.

Seit März 2015 fluten die Währungshüter über den Kauf von Staatsanleihen Monat für Monat Milliarden in das Finanzsystem der Währungsunion. Seit Juni erwerben die Euro-Wächter zudem auch Firmenanleihen. Banken sollen mit den Käufen dazu angeregt werden, mehr Darlehen an Firmen und Haushalte auszureichen, statt selbst in Anleihen zu investieren.

Auf diesem Weg will die Notenbank der Wirtschaft auf die Sprünge helfen und die aus ihrer Sicht viel zu niedrige Inflation nach oben treiben. Im Juni zogen die Verbraucherpreise lediglich um 0,1 Prozent an – als Idealwert für die Wirtschaft strebt die EZB aber knapp zwei Prozent Inflation an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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