Ewald Nowotny
EZB-Banker gibt Entwarnung wegen Deflation

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht die Gefahr einer Deflation in Europa gebannt. Das liege auch an der lockeren Geldpolitik der Währungshüter. Für ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum seien aber Strukturreformen nötig.
  • 2

WienEuropa steht nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny nicht mehr am Rande einer langanhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen. „Diese Gefahr ist jetzt gebannt“, sagte Nowotny am Dienstag auf einer Veranstaltung in Wien.

Die EZB habe dazu mit ihrer lockeren Geldpolitik einen Beitrag geleistet. Für ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum seien jedoch Strukturreformen nötig.

Hier hinke Europa den stärker wachsenden USA noch hinterher. Eine Diskussion über ein Ende der lockeren Geldpolitik der EZB sei daher verfrüht. „Hier haben wir sicherlich mit einer längeren Phase niedriger Zinsen zu rechen“, sagte Nowotny. Diese könnten jedoch auch kein „Dauerzustand“ sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ewald Nowotny: EZB-Banker gibt Entwarnung wegen Deflation"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • das böse Wort Deflation wurde doch schon seit mindestens 2000 bis heute laufend dementiert, gell? und nun gibt keine mehr, da gebannt? weil der Spritpreis hochjagt? oder sonstige Kosten wie geplant?

  • Bei einem solchen Geschwätz schwillt mir der Kamm! Das Anziehen der Inflation ist lediglich den gestiegenen Energiepreisen zu "verdanken", die Anleihekäufe der EZB sind weitestgehend wirkungslos, weil das meiste Geld in den öffentlichen Haushalten verschwindet, mit dem Rest wird an der Börse spekuliert. Die Risiken, die sowohl die öffentliche Hand als auch Banken eingehen, sind nicht mehr überschaubar. Sollte es zu einem Börsencrash kommen, und das ist jederzeit denkbar, weil private Investoren jeden Tag Billionen um den Globus jagen, da kommt auch eine EZB nicht mehr mit, werden mit einem Schlag Banken und Staatshaushalte in Schieflage geraten. ME sind deshalb die Anleihekäufe der EZB geradezu verantwortungslos und wirkungslos. Es ist für mich unfassbar, dass weder BVerfG noch EuGH Draghi in den Arm fällt. Merkel wird sich am Ende ihrer Karriere 2 Fehler vorwerfen müssen: Sie hat sowohl Juncker als auch Draghi nicht verhindert. Beide agieren massivst gegen deutsche Interessen, ich würde sie nicht mit der Kneifzange anfassen...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%