EZB: Draghis Fahrplan für den Ausstieg

EZB
Draghis Fahrplan für den Ausstieg

Die EZB kommt dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik immer näher. Doch wie soll er ablaufen? Wichtige Schritte auf dem langen Weg zu wieder steigenden Zinsen könnten bereits im Juni und September anstehen.
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FrankfurtBei Mario Draghis Auftritt vor dem niederländischen Parlament gab es vergangene Woche mehrere kuriose Szenen. Eine davon spielt sich ab, als der EZB-Präsident gerade erzählt, wann ein Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik möglich wäre. Während Draghi spricht, wird er von einer Glocke unterbrochen. „Was ist das?“, fragt er irritiert. „Das ist das Signal für das Ende ihrer Geldpolitik“, witzelt ein Parlamentarier.

Auch wenn das nur ein Scherz war, zeichnet sich die geldpolitische Wende der EZB tatsächlich immer deutlicher ab. Das liegt vor allem daran, dass die Wirtschaft im Euroraum stärker wächst und die Preise steigen. Der Aufschwung im Euroraum hat inzwischen alle Euro-Länder erreicht, nur Griechenland schwächelt derzeit wegen der Unsicherheit über weitere Finanzhilfen.

Im April stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Das entspricht dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Wert von „unter, aber nahe“ zwei Prozent. Die EZB müsse sicherstellen, dass der Ausstieg aus der unkonventionellen Geldpolitik nicht „zu spät“ eingeleitet werde, sagte Finanzstaatssekretär Jens Spahn. Auch aus der EZB selbst kommen jetzt deutlichere Signale, die auf einen langsamen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik hindeuten.

So sagte EZB-Direktor Yves Mersch in der vergangenen Woche, dass die Zeit für eine Debatte darüber bald reif sei. Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone habe sich beschleunigt und die politischen Unsicherheiten hätten seit Jahresbeginn abgenommen, sagte Mersch bei einer Rede in Tokio. Jedwede Diskussion müsse aber „in einer strukturierten, geordneten und angemessen umsichtigen Weise stattfinden“.

Viele in der EZB fürchten, dass eine allzu laute Debatte über den Ausstieg dazu führen könnte, dass die Kapitalmarktzinsen zu schnell steigen. Sie sind in den vergangenen Monaten bereits deutlich gestiegen. Ein zu schneller Anstieg birgt aber die Gefahr, dass die Notenbank ihren Kurs später wieder korrigieren muss.

Die optimistischeren Töne von Mersch hängen nicht nur mit der Wahl Macrons zum französischen Präsidenten zusammen. Der gesamte Wirtschaftsausblick für die Eurozone hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der Aufschwung hat alle Euroländer erreicht und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Im April stieg zudem nicht nur die Inflation, sondern auch die für den mittelfristigen Preistrend aussagekräftigere Kerninflation, die um besonders schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel bereinigt ist. Sie legte von 0,7 auf 1,2 Prozent deutlich zu. ´

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Umstrittene Schrittfolge

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  • Im Artikel findet man wenig was auf einen realen Ausstieg der EZB aus der extremen Geldschöpfung hindeuted.

    Das vermutete Ziel Draghis, den italienischen Staatshaushalt zu Lasten der Deutschen Sparer zu entschulden ist Draghi bislang nicht wesentlich näher gekommen. Insofern ist zu vermuten, dass der Ausstieg aus der extremen Geldschöpfung frühestens mit dem Dienstzeitende Herrn Draghis kommt.

    Interessant ist das die niederländischen Abgeordneten die Interessen der niederländischen Bevölkerung vertreten, während die Bundestagsabgeordneten Herrn Draghi beklatscht haben.

  • Sehr schöner Artikel, amüsant, sehr viel Konjunktiv, viel Kaffeesatzleserei. Wie kommen wir bloß aus der drahgischen Geldpolitik unbeschadet wieder raus?

  • .......da unten.....das Schluß.....(dieser bisherige)

    ....gehört natürlich nicht zum obigen Text....ist doch klar....
    .hatte ich zuvor.....einen Ansatz.....angedacht.....dem Herrn D. einen Denkzettel zu verpassen.....spare mir die Worrte.....

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