EZB
Experten glauben nicht an Erfolg der Notenbank

Zwei Prozent – das ist für die EZB die ideale Inflationsrate, sie streben die Wettbewerbshüter mit ihrer Geldpolitik an. Doch Experten sehen für dieses Ziel schwarz: Auf Jahre werde die Notenbank keinen Erfolg haben.

BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) wird Experten zufolge ihr Inflationsziel auf Jahre hinaus verfehlen. Erst 2021 werde der Anstieg der Verbraucherpreise mit 1,8 Prozent wieder im angestrebten Bereich liegen, geht aus der Umfrage unter professionellen Beobachtern der EZB-Geldpolitik hervor, die die Notenbank am Freitag veröffentlichte.

Die Währungshüter sehen einen Wert von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Konjunkturentwicklung an. Für dieses Jahr senkten die Experten ihre Prognose auf 0,2 (Juli: 0,3) Prozent, für 2017 beließen sie sie bei 1,2 Prozent. Für 2018 rechnen sie jetzt mit 1,4 (1,5) Prozent.

Die EZB veröffentlicht im Dezember ihre eigenen Prognosen für die Preisentwicklung. Davon hängt ab, wie sie mit ihrer Geldpolitik weitermacht. Derzeit kauft sie monatlich Wertpapiere in Höhe von rund 80 Milliarden Euro auf. Dadurch sollen die Renditen der Anleihen sinken und Banken dazu bewegt werden, mehr Kredite an die Wirtschaft auszureichen und nicht so stark in Anleihen zu investieren. Das soll die Inflation ankurbeln.

Keine großen Sprünge erwarten die professionellen Beobachter beim Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone. Für dieses Jahr hoben sie ihre Prognose von 1,5 auf 1,6 Prozent an, für 2017 beließen sie die Vorhersage bei 1,4 Prozent. 2018 sollen es 1,5 (bisher: 1,6) Prozent sein, 2021 dann 1,6 (1,7) Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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