EZB-Geldpolitik
Chefvolkswirt sieht Notenbank noch nicht am Ziel

In der Debatte über die Geldpolitik der EZB zeigt sich deren Chefvolkswirt Peter Praet skeptisch. Seiner Meinung nach ist der Preisdruck nach wie vor schwach und die gemessene Inflationsrate überaus schwankungsreich.
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FrankfurtEZB-Chefvolkswirt Peter Praet sieht die Euro-Notenbank beim Thema Inflation noch nicht am Ziel. Die EZB habe ihre Mission noch nicht erfüllt, sagte Praet am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Washington laut Redetext. „Daher müssen wir geduldig und beständig bleiben“, sagte Praet. Die gemessenen Inflationsraten seien überaus schwankungsreich und der zugrunde liegende Preisdruck nach wie vor schwach.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig knapp unter zwei Prozent Inflation im Währungsraum als Optimalwert für die Wirtschaft an. Im September lag die Teuerung trotz einer wieder besser laufenden Konjunktur im Euro-Raum aber gerade einmal bei 1,5 Prozent.

„Wir müssen auch beständig sein im Einsatz unserer geldpolitischen Instrumente“, sagte Praet. Dies sei erforderlich, um eine anhaltende und selbsttragende Rückkehr der Inflation hin zum Inflationsziel zu erreichen.

Der Belgier bekräftigte zudem, dass der EZB-Rat in den nächsten Wochen die geldpolitischen Instrumente neu kalibrieren wird. So soll der weiterhin notwendige geldpolitischen Anschub gegeben werden, damit die Inflation sich in Richtung Ziel bewegt. Die nächste Zinssitzung der Währungshüter ist am 26. Oktober.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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