EZB-Geldpolitik
Einlagensatzerhöhung nicht vor 2018 erwartet

Ein Großteil der Geldmarkthändler erwartet, dass die EZB den Einlagenzins nicht vor 2018 erhöhen wird. Zuletzt hieß es, dass Schlüsselzinsen über das Anleihenkaufprogramm hinaus auf aktuellem Niveau bleiben.
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FrankfurtDie Europäische Zentralbank wird nach Einschätzung von Geldmarkthändlern ihren Einlagenzins nicht vor 2018 erhöhen. Nach einer am Montag veröffentlichten Reuters-Erhebung erwarten 14 von 18 Händlern einen solchen Schritt frühestens nächstes Jahr. Die EZB hält ihren Einlagenzins aktuell bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen somit Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Euro-Notenbank überschüssige Liquidität über Nacht parken. Acht der befragten Händler rechnen 2018 mit einer Anhebung, fünf im Jahr 2019. Ein Händler erwartet dies erst 2020.

Die EZB hatte auf ihrer jüngsten Zinssitzung im März bekräftigt, dass ihre Schlüsselzinsen weit über die Zeit des laufenden Anleihenkaufprogramms hinaus auf dem aktuell Niveau oder sogar noch niedriger liegen werden. Am Markt hatte es wegen der gestiegenen Inflation und positiver Konjunkturaussichten Spekulationen gegeben, die EZB könne womöglich schon vor einem Ausstieg aus ihrem billionschweren Anleihenkaufprogramm, dass Ende dieses Jahres auslaufen soll, den Einlagenzins anheben. Allerdings hatten unlängst mehrere Ratsmitglieder die bisher geplante Reihenfolge von Schritten bei einer künftigen geldpolitischen Wende verteidigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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