EZB-Konferenz
Draghi gewährt ganz neue Einblicke

Die EZB will offenbar einen weiteren Schritt gehen, um transparenter zu werden. Wie der aussieht? Das wird Mario Draghi heute vielleicht verraten. Der EZB-Chef könnte den Anlegern künftig seinen Terminkalender öffnen.

FrankfurtFür viele Notenbanker war Transparenz lange ein Fremdwort. Fast wie bei Geheimdiensten sollte von der eigenen Arbeit möglichst wenig an die Öffentlichkeit dringen. Doch seit der Finanzkrise hat die Europäische Zentralbank ebenso wie andere große Notenbanken enorm an Macht gewonnen - und steht damit auch stärker unter Rechtfertigungsdruck.

Nun steht die EZB offenbar kurz davor, die Terminkalender von EZB-Chef Draghi und den anderen Direktoriumsmitgliedern zu veröffentlichen, wie die Börsen-Zeitung unter Berufung auf Notenbankkreise meldet. Entsprechende Überlegungen seien bereits weit fortgeschritten. Als wahrscheinlich soll demnach gelten, dass die Terminkalender künftig rückblickend für drei Monate veröffentlicht werden. Die EZB wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Das Thema könnte aber auf der Pressekonferenz von EZB-Chef Draghi nach der heutigen Ratssitzung auf Malta eine Rolle spielen.

Transparenz ist aber bei weitem nicht das einzige Thema, das den Chef der Notenbank derzeit umtreibt. So liegt die Inflation im Euroraum wieder an der Nullgrenze. Im September schrumpfen die Preise gar um 0,1 Prozent. Damit gerät das EZB-Inflationsziel von knapp zwei Prozent in immer weitere Ferne. Der spanische Notenbankchef Linde bezeichnete die schwache Inflation in der Euro-Zone als „besorgniserregend" und brachte verstärkte Geldspritzen der EZB ins Gespräch. Vermutlich wird Draghi in dieser Hinsicht die Fantasie der Märkte weiter beflügeln. Die meisten Ökonomen rechnen allerdings noch nicht damit, dass er eine Ausweitung der Anleihekäufe verkündet.

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