EZB-Kreditregeln
EU-Parlamentspräsident fordert Mitspracherecht

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani fordert von Mario Draghi ein Mitspracherecht bei den neuen EZB-Kreditregeln. In Italien wird befürchtet, dass Banken wegen der neuen Regelungen noch mehr Kredite abschreiben müssen.
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MailandNeue Leitlinien der EZB-Bankenaufseher zum Umgang mit faulen Krediten haben das EU-Parlament auf den Plan gerufen. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani forderte in einem Brief an Notenbank-Chef Mario Draghi eindringlich dazu auf, das EU-Abgeordnetenhaus in den Entscheidungsprozess zu den neuen Vorgaben einzubeziehen.

Die EZB-Bankenaufseher hatten vergangene Woche neue Richtlinien vorgestellt, nach denen Geldhäuser künftig mehr Vorsorge für faule Kredite betreiben müssen. Zu den neuen Vorgaben soll es Ende November eine öffentliche Anhörung bei der Europäischen Zentralbank (EZB) geben, die Konsultationen laufen bis zum 8. Dezember. In Italien hatten die neuen Richtlinien bereits starke Kritik ausgelöst.

„Ich möchte sie dringend dazu auffordern, alle Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass Vorrechte des Parlaments als Mitgesetzgeber ordnungsgemäß respektiert werden“, schrieb Tajani in dem Brief an Draghi, den die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsah. Ein Disput zwischen den Institutionen über dieses Thema solle vermieden werden. Er sei „tief besorgt“ über die Vorgehensweise, schrieb der Italiener.

Nach den neuen Vorgaben müssen Banken ab 2018 alle Darlehen, die neu als ausfallgefährdet eingestuft werden, schrittweise vollständig über Rückstellungen abdecken. Bei neuen unbesicherten Problemkrediten soll nach zwei Jahren eine 100-prozentige Abdeckung erreicht werden, bei neuen besicherten Problemdarlehen spätestens nach sieben Jahren.

In Italien wird befürchtet, dass Banken wegen der neuen Regelungen noch mehr Kredite abschreiben müssen. Dies könnte letztendlich das Wirtschaftswachstum dämpfen. In der Euro-Zone entfallen etwa 30 Prozent des mehr als 900 Milliarden Euro großen Bestands an Problemdarlehen auf Banken in Italien. Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan äußerte bereits Zweifel an der Vorgehensweise der EZB-Bankenaufsicht. Italiens Notenbank hofft einem Insider zufolge, dass die neuen Regeln noch aufgeweicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB-Kreditregeln: EU-Parlamentspräsident fordert Mitspracherecht"

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  • https://www.nzz.ch/wissenschaft/nobelpreistraeger-ermutigt-studenten-zu-kritischem-denken-ld.1320355

    Nobelpreisträger ermutigt Studenten zu kritischem Denken
    Gestern erst hat Jacques Dubochet den Nobelpreis für Chemie erhalten. Heute schon stand er vor Studenten, um über eigene Fehler zu reden - und wie man daraus lernt.

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    Man entsende Jacques Dubochet nach Brüssel ins Parlament der europäischer Union um dort diese Europäischer Union zu helfen zu erkennen dass die gesamte Europäischer Union ist dass vollkommen den Wohl der 500 Millionen Europäer vernichtet als dass es förderlich ist und daher dringend aufzulösen ist !!!

    Wenn er es dann schafft dann gebt ihm noch einen weiteren Nobelpreis in Fach-Klasse der Psychologie !!!!!


  • EZB-KREDITREGELN
    EU-Parlamentspräsident fordert Mitspracherecht
    Datum:
    10.10.2017 10:43 Uhr
    EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani fordert von Mario Draghi ein Mitspracherecht bei den neuen EZB-Kreditregeln. In Italien wird befürchtet, dass Banken wegen der neuen Regelungen noch mehr Kredite abschreiben müssen.

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    Ein Italiener der mit mir zusammen gearbeitet hatte sagte mal zu mir :

    " Bei uns in Italien desto mehr das Wort DON als Begrüßung heraus betont, desto mehr Mafia steckt in derer Person drin und die bekommen alles von privat Personen oder sogar Banken und brauchen dazu nur mit den Finger zu schnipseln ! "

    Und jetzt welcher DON aus Italien bei der Europäischer Union will da noch die Banken retten in Italien und damit den Italienischer Staat auf kosten der EZB und somit die Verluste auf alle Europäer verteilen ?????

    Eine Mitsprache der Europäischer Union bei der EZB wäre genauso schlimm wenn man die Mafia Italiens als EZB Chef wählen würde !!! Eurobonds wären dagegen noch armloser als die EU bei der EZB mitsprechen zu lassen weil für Eurobonds gelten Regeln was für die Europäische Union keinerlei Verträge Gültigkeit haben, siehe EU-LISSABONNER-VERTRAGSBRUCH mit jährlichen 280 Millionen EURO Verschwendung für alle EU-Steuerzahler !!!

    DIE EUROPÄISCHE UNION MUSS ABGESCHAFFT WERDEN und nicht noch bei der EZB am Europäischen Kontinent noch mehr Schäden zufügen dürfen !!!


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