EZB
Notenbank könnte Anleihekäufe halbieren

Auf ihrer nächsten Sitzung will die EZB über die Zukunft ihrer Anleihekäufe entscheiden. Dabei rückt nun vor allem eine Option in den Fokus, bei der die Käufe halbiert, aber länger als geplant weiterlaufen.
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FrankfurtSparer können es kaum erwarten, dass die Zinsen im Euroraum wieder steigen. Doch bis dahin müssen sie sich wohl noch länger gedulden. In den vergangenen Monaten hat die Europäische Zentralbank (EZB) zumindest einige Hinweise auf eine geldpolitische Wende gegeben. Vieles spricht dafür, dass sie auf ihrer nächsten Ratssitzung am 26. Oktober konkrete Schritte beschließt und ihre billionenschweren Anleihekäufe (QE) ab 2018 reduziert.

Derzeit kauft die EZB Monat für Monat für 60 Milliarden Euro an Staats- und Unternehmensbonds, um die Inflation nach oben zu treiben. Das Programm endet planmäßig Ende 2017, im Oktober soll über ein allmähliches Auslaufen diskutiert werden.

Innerhalb der EZB plädiert Insidern zufolge eine breite Mehrheit dafür, die Käufe zu verringern. Beim nächsten EZB-Treffen würden die Ratsmitglieder wohl dafür stimmen, das Anleihen-Kaufprogramm zwar zu verlängern, aber mit einem geringerem Kaufvolumen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es könnte nach Einschätzung der Insider darauf hinauslaufen, die Käufe um neun Monate zu verlängern. Die EZB wollte zu den Informationen keine Stellung nehmen. Eine weitere Option sei, die Käufe auf 30 Milliarden Euro zu senken, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei ebenfalls auf EZB-Offizielle.

Bei ihrer Entscheidung muss die Notenbank letztlich zwischen der Laufzeit der weiteren Anleihekäufe und dem Volumen abwägen. Lange hatten die meisten Marktbeobachter erwartet, dass die Käufe ab Januar 2018 um sechs Monate verlängert werden und auf 40 Milliarden Euro sinken.

Inzwischen rechnen aber immer mehr Experten damit, dass die EZB die Käufe stärker reduziert, aber dafür über einen längeren Zeitraum laufen lässt. Der Vorteil: Momentan ist an den Märkten eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung 2018 eingepreist. „Wenn sich die EZB bei ihren Anleihekäufen für einen längeren Zeitraum von neun oder zwölf Monaten festlegt, würde sie die Erwartung einer Zinserhöhung nach hinten verschieben“, sagt Commerzbank-Ökonom Michael Schubert.

Eine starke Verlängerung um zwölf Monate scheint allerdings schwierig zu sein. Die Notenbank läuft dann womöglich in Gefahr, dass ihr die nach ihren Regeln kauffähigen Titel langsam ausgehen könnten. Die Limits einzuhalten ist ein Punkt, auf den beispielsweise Bundesbank-Präsident Jens Weidmann großen Wert legt. „Wir haben uns die Obergrenze aus guten Gründen gesetzt. Nun sollten wir uns daran halten“, sagte er im Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Andernfalls könnten Zweifel an einer eigenständigen Finanzierung der Mitgliedstaaten an den Märkten aufkommen. Die EZB darf nur 33 Prozent der ausstehenden Anleihen eines Landes halten.

Erst vor wenigen Tagen hatte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet Argumente für eine eher größere zeitliche Verlängerung der Anleihenkäufe mit einem geringerem Monatsvolumen vorgestellt. In ruhigeren Börsenzeiten sei dies für Investoren vorteilhafter, hatte er argumentiert. EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger sprach sich unterdessen dafür aus, die Anleihenkäufe im nächsten Jahr graduell, aber vollständig zurückzuführen.

Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB: Notenbank könnte Anleihekäufe halbieren"

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  • G. Nampf13.10.2017, 15:11 Uhr
    "Die Notenbank läuft dann womöglich in Gefahr, dass ihr die nach ihren Regeln kauffähigen Titel langsam ausgehen könnten. "

    Dann werden die Regeln geändert oder mißachtet - in beiden Fällen vollkommen alternativlos.

    Es wäre nicht das erte Mal.

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    Kennen wir alles in Europa !

    EU-LISSABONNER VERTRAGSBRUCH durch die EU selbst und dafür löhnen wir 500 Millionen Europäer JAHR für JAHR 280 Millionen EURO an Steuern nur damit die POLITIKER in Brüssel erhalten bleiben während beim Steuerzahler der Steuerzahler am Arbeitsplatz eher reduziert wird als dass man Ihm entgegen kommt !

    Der Steuerzahler arbeitet Hart und Schwer und dafür 40 Stunden Woche , der Politiker in Brüssel hat drei Chauffeure und arbeitet nur 37 Stunden Woche und feiert Überstunden ab !

    EZB VERPULFERT 60 MILLIARDEN EURO IM MONAT und weil es nicht genügt wird es nicht eingestellt sondern gibt an dass die Käufe ab Januar 2018 um sechs Monate verlängert werden und auf 40 Milliarden Euro sinken.

    DA SINKT NICHTS !!! DA WIRD IMMER NOCH GELDER DER EUROPÄER VERBRANNT !!!

    Aber niemanden wehrt sich dagegen !

    Dann sich aber wundern wenn die Europäer keine Kinder mehr in die Welt setzen wollen um nicht NEUE OPFER VON GEBURT AN in die Welt zu setzen !

    dann sich wundern dass Europa immer mehr wegen dem eigenen aussterben auf Zuwanderung aus anderen Kontinenten angewiesen ist !

    Dann sich wundern über Separatisten und EU-GEGNER und auch über 13% der AFD !!!

    ABER IN WIRKLICHKEIT profitieren Reiche immer mehr davon während die Last auf Jahrhunderte auf den kleinen mann in Europa belasten wird !

    Die Schere von Reich und Arm wird dadurch immer mehr auseinander gebracht !!!

    Und wo bleibt der Sozialer Friedenserhalt ???


  • EZB
    Notenbank könnte Anleihekäufe halbieren
    Datum:
    13.10.2017 12:57 Uhr
    Auf ihrer nächsten Sitzung will die EZB über die Zukunft ihrer Anleihekäufe entscheiden. Dabei rückt nun vor allem eine Option in den Fokus, bei der die Käufe halbiert, aber länger als geplant weiterlaufen.

    --------------------------------

    Man erzeugte eine Bankenrettung als Medikament für Patienten, und vergaß die Patienten zu überwachen ???

    Jetzt sind die Patienten SÜCHTIG und können nicht oder wollen nicht von dem Medikament los lassen ?

    Und wer bezahlte das ganze in der Vergangenheit ?

    Und wer bezahlt die weitere Medikamenten dass die EZB verteilt als wäre es schokolade und wir ewig Weihnachten oder Ostern hätten ???

    Und keiner Wehrt sich richtig gegen die EZB ???

    Wo ist jetzt der Hellseher Herr Weidmann der vom Handelsblatt so betitelt wurde als :
    " Weidmann der besserer Hellseher ! "

    Wo sind jetzt die Doktoren und Professoren die immer alles besser wissen aber doch den Europäischen Kontinent immer mehr in die Tiefe stürzten ???

  • "Die Notenbank läuft dann womöglich in Gefahr, dass ihr die nach ihren Regeln kauffähigen Titel langsam ausgehen könnten. "

    Dann werden die Regeln geändert oder mißachtet - in beiden Fällen vollkommen alternativlos.

    Es wäre nicht das erte Mal.

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