EZB-Ratsmitglied Nowotny warnt vor Schlingerkurs von Trump

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny findet das Handeln der neuen US-Regierung beunruhigend. Grund sei vor allem die unklare Politik unter US-Präsident Donald Trump. Gefahren sieht er vor allem bei Strafzöllen.
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„Erhoffter Wirtschaftsboom würde ausbleiben“

„Erhoffter Wirtschaftsboom würde ausbleiben“

FrankfurtÖsterreichs Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny warnt vor den Folgen einer unklaren Politik der neuen US-Regierung. Die Unsicherheiten in Bezug auf künftige Schritte der USA seien beunruhigend, sagte das EZB-Ratsmitglied der Zeitung „Der Standard“ in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

„Einer unserer Gesprächspartner in Washington hat uns gesagt, dass Trump und sein Team gar nicht erwartet haben, dass sie gewinnen.“ Sie besäßen zwar Wahlprogramme, seien aber nicht darauf vorbereitet, wie es jetzt weitergehen solle. „Das heißt, die größte Ökonomie der Welt könnte für einige Zeit orientierungslos dahinschlingern.“

Sorgen bereitet den Europäern Nowotny zufolge unter anderem die Idee des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Exporte in die USA mit einer Strafsteuer zu belegen. „Für den europäischen Außenhandel würde es zu erheblichen Verschlechterungen kommen“, so der Notenbanker.

Die meisten seiner Gesprächspartner in Washington seien aber der Ansicht gewesen, dass es diese Steuer mit den Republikanern nicht geben werde. Der ranghöchste Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, gilt allerdings als Befürworter einer Importsteuer, die Güter aus dem Ausland mit einer 20-prozentigen Gebühr belasten würde.

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  • rtr
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