EZB-Ratssitzung

Draghi will in die Verlängerung

Auf der heutigen Sitzung entscheidet der EZB-Rat, ob die Notenbank über März 2017 hinaus Anleihen kauft. EZB-Chef Draghi befürwortet das. Entscheidend dürfte die Frage sein, ob sich die Regeln für die Käufe verändern.
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Mario Draghi: Der EZB-Chef glaubt, dass der jüngste Inflationsanstieg vor allem „eine rechnerische Korrektur der extremen Ölpreisrückgänge vor einem Jahr“ darstellt. Quelle: Reuters
Mario Draghi

Mario Draghi: Der EZB-Chef glaubt, dass der jüngste Inflationsanstieg vor allem „eine rechnerische Korrektur der extremen Ölpreisrückgänge vor einem Jahr“ darstellt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtMario Draghi hat lange gewartet mit der Entscheidung, wie es mit den milliardenschweren Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) weitergehen soll. Doch an diesem Donnerstag wird er sich festlegen: „Der Rat muss entscheiden und er wird es am 8. Dezember tun“, hat er jüngst klargestellt.

Mit ihren Anleihekäufen versucht die EZB seit nunmehr zwei Jahren die Inflation im Euroraum anzufachen. Für monatlich 80 Milliarden Euro kauft sie vor allem Staatsanleihen der Euro-Länder. Im November stiegen die Verbraucherpreise im Euroraum um 0,6 Prozent. Dies ist der höchste Anstieg seit zwei Jahren, aber immer noch deutlich entfernt vom EZB-Ziel von mittelfristig knapp zwei Prozent.

Die Anleihekäufe der EZB sind bis März 2017 befristet. Jedoch erwarten die meisten Ökonomen, dass der EZB-Rat sie im bisherigen Volumen von monatlich 80 Milliarden Euro um sechs Monate verlängert. Dafür spricht auch die große politische Unsicherheit durch die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten und das Nein der Italiener im Verfassungsreferendum.

„Die Frage ist nicht so sehr, ob die EZB die Anleihekäufe verlängert, sondern wie sie diese ausgestaltet“, sagt EZB-Analyst Michael Schubert von der Commerzbank. Dabei geht es etwa um das Volumen der Käufe, den Zeitraum und die Regeln. So ist zum Beispiel auch denkbar, dass diese um mehr als sechs Monate verlängert werden und die EZB dafür den Umfang der monatlichen Käufe etwas reduziert, zum Beispiel auf 60 Milliarden Euro.

Kritiker vor allem aus Deutschland fordern ein Herunterfahren der Anleihekäufe. Bundesbank-Chef Jens Weidmann und die deutsche EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger sollen für ein Auslaufen der Käufe plädieren.

Weidmann hatte jüngst im Handelsblatt-Interview darauf verwiesen, dass die beabsichtigte Wirkung der Geldpolitik „mit der Zeit abnimmt, während die unerwünschten Nebenwirkungen zunehmen“. Außerdem verwies er auf die zuletzt gestiegene Inflation im Euroraum.

Rechtliche Grenzen für Käufe
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  • EZB Chef heute: Leitzins bleibt! Also Null!

  • Klicks auf Youtube "Eine Bank regiert die Welt" ca. 5000;

    und Katzenberger& Co. Millionenfach.

    Solange dem so ist, macht Draghi als Ex-Goldman so weiter wie bisher.

  • Draghi, EZB, EURO und GROKO .........
    die u n e n d l i c h e Geschichte...
    the stupid germans

  • Draghi = Merkel. Merkel will die Politik , die Draghi macht, weil Obama Merkel dazu geraten hat. Draghi ist sowieso USA-addict. Merkel selbst ist in Finanzfragen ein Ignorant und agiert nur durch ihre Berater. Merkel hat den Stabilitäts Banker Weber vorzeitig aus der EZB entlassen. Merkel hat zugelassen, dass Deutschland die einzige Nation ist, die nicht einen ständigen sonder nur zeitweiligen Vetreter in den EZB Rat schicken darf. Merkel benachteiligt Deutschland und fördert die Totgeburt des Euro als Währung "für alle". . Das wird Merkels Bild in der Zukunft relativieren.

  • Herr Schmidt,

    hoffentlich liegen sie falsch.

    Ansonsten gehen mit den in Zukunft nicht abrreisenden Flüchtlingsströmen und der falsch verstandenen Integration mit dem Multikulti in Europa/Deutschland wieder einmal die Lichter aus.

  • Die einzige Alternative zum Gelddrucken ist noch mehr Geld drucken. Weimar lässt grüßen.

  • Das Dumme an der Sache ist nur, dass im realen Leben immer mehr Leute an dieser Situation leiden, sei es durch nicht mehr bezahlbare Mieten, Entwertung ihrer Ersparnisse oder sei es durch Dumpinglöhne in Deutschland- oder Arbeitslosigkeit in anderen Staaten und der EU die Schuld daran geben. Dieses Europa entwickelt sich zum Nightmare für Normalbürger und zum Eldorado für Konzerne und Spekulanten und Herr Draghi feuert das Spiel immer weiter an. Das Geld, das er druckt, landet bei einer Handvoll Hasardeuren und der Großteil der Bürger wird um den Ertrag ihrer Arbeit gebracht. Und da wundern sich diese Traumtänzer, dass ihnen der Laden stückweise um die Ohren fliegt und die Populisten fröhliche Feste feiern.

  • Zu viel Geld in der Hand von Privaten das nirgendwo anders hin geht als in die Spekulation. Geld das Immobilien unerschwinglich macht und Aktienmärkte aufbläht, wirklich investiert wird kaum. Die öffentlichen Haushale hingegen werden leergepumpt. Was ist Draghis Politik anderes als Schulden machen? Die EZB ist doch längst eine Bad Bank. Der kleine Mann bezahlt am Ende doppelt. Er finanziert Preissteigerungen und bekommt dafür Schulden.

  • Deutschland zumindest wird von einer einzigen Frau beherrscht, ähh bzw. regiert.

    Der angebliche Reichtum/Sparvermögen-Guthaben werden zukünftig durch die verschieden Gesetze seit 2005 (z.B. Lebensverssicherungsreformgesetz, Investmentmoderniesierungsgesetz) für Otto-Normalverbraucher immer mehr versteuert, wenn sie sich überhaupt noch mit Draghis Nullzinspolitik rentieren.

    In Deutschland ist nicht nur die Lebensversicherung/Private Rentenversicherung sondern auch die Riester-Rente deutlich unter die Räder gekommen.

    Die Generation der "Babyboomer" wird jetzt und in naher Zukunft Tränen in den Augen bekommen, wie sich diese Politik auf ihre "gedachten Auszahlungen" negativ auswirken wir.

    Und die Rentenreformen zur Gesetzlichen "verschlimmbessern" die Situation des Otto-Normalbürgern zusätzlich. Besonders die junge Generation -die nach dem 1.1.61 Geborene- müssen neben ihrer Arbeit auch immer schön gesund bleiben.

    Die "Stauliste für Deutschland" bzw. für den sog. Otto-Normalverbraucher lässt sich beliebig verlängern.

    Für die Regierung scheinen andere Dinge auf der Agenda zu stehen, wie der deutsche Michel.

    Die Kunst der Staatsführung scheint es zu sein, die Menschen klein und dumm zu halten und es ihnen zu nehmen, anstatt zu geben.

    Diese Politik ist das zukünftige Schicksal vieler Deutscher!

  • Sollte Draghi (wieso erinnert mich das immer an Dracula?) nicht besser gleich den Austritt Italiens aus dem Euro vorbereiten, als zuvor noch ein paar Milliarden € für sein Land mitzunehmen?

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