EZB senkt Leitzins auf null
Draghi schickt die Märkte auf Achterbahnfahrt

  • 33

Scharfe Kritik an den Maßnahmen

Mit scharfer Kritik reagieren Wirtschaft, Banken und Ökonomen in Deutschland auf die Entscheidungen der EZB. „Das ist eine gute Nachricht für die Börsianer und für die Schuldenländer im Süden“, sagte Anton Börner, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA. „Für die deutsche Bevölkerung ist das katastrophal, die Sparer werden enteignet. Das ist eine gigantische Umverteilung von Norden nach Süden.“

Unverständnis äußerte auch der Bundesverband deutscher Banken. „Es ist vollkommen unnötig, dass die Europäische Zentralbank den Geldhahn heute noch weiter aufgedreht hat“, sagte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. „Wirtschaftsreformen sowie die Sanierung von Bankbilanzen werden verschleppt.“

Das sehen Ökonomen ähnlich: „Doktor Draghi hat die Dosis deutlich erhöht“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Aber die Medizin wird nicht wirken.“ Es steige dafür das Risiko, dass es in Deutschland am Immobilienmarkt zu Überhitzungen komme. Außerdem werde der Anreiz für Euro-Länder gesenkt, notwendige Reformen durchzusetzen.

Seite 1:

Draghi schickt die Märkte auf Achterbahnfahrt

Seite 2:

Scharfe Kritik an den Maßnahmen

Henning Jauernig
Henning Jauernig
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " EZB senkt Leitzins auf null: Draghi schickt die Märkte auf Achterbahnfahrt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Herr hartmut braune

    Ihre Forderung nach der DM und harter Währung, da sollten sie bedenken, das es mehr Nachteile hat als Vorteile. Schauen sie den CHF an, da werden Milliarden in den Markt gepumpt um den Kurs zu stützen, damit die Wirtschaft nicht zu grossen Schaden nimmt und die Konjunktur abgewürgt wird. Ihr Vergangenheitsbezogen Rezept bringt auch keine Problem Lösung.

  • ..................es ist doch nicht zu fassen, wie, und mit welchen Mitteln dort oben in der EZB in die Speichen gegriffen wird.
    Wird nach dem heutigen Tag klar, daß Herr D. nicht mehr der Mann am Lenkrad unserer aller Währung sein kann und darf. Und so werden wir in den nächsten Tagen erleben, daß die Schritte in den bevorstehenden Crash schneller werden, sind heute dazu zusätzlich die weiteren Weichen gestellt worden.
    Und es ist im Interesse aller Menschen in dieser Euro-Zone jetzt bald der Schritt von Seiten der Politik zu machen, Herrn D. schnellstens abzulösen, durch ein konstruktives Mißtrauens-Votum. An dessen Stelle muß endlich...endlich...ein Banker aus deutschen Landen ans Pult......eine Person egal ob Frau oder Mann..... aus Schrot und Korn....so wie die Mannen zur Zeit der DM dieser vergangenen Währung....war sie doch die Ersatzwährung nach dem Dollar und in der ganzen Welt geachtet. Oder hängt uns noch unsere Vergangenheit an der Buchse.
    Es scheint so.
    Um so mehr muß die Politik in Berlin dafür sorgen, daß an die Spitze eine Person gehört die aus dem größten und stärksten Wirtschafts-Standort kommt.....und das ist eben Deutschland......es muß so sein, haben alle anderen Staaten auch den Nutzen davon, wenn der Laden wieder rund läuft.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%