Fed: Die Amtszeit endet 2018

Fed
Yellens klare Botschaft – Gerüchte um die Nachfolge

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Die Amtszeit endet 2018

Der wichtigste Finanzaufseher der Fed ist der Gouverneur Daniel Tarullo, der eine ähnliche Linie wie Yellen vertritt. Bisher unbesetzt ist aber die mit dem Dodd-Frank-Gesetz neu geschaffene Position eines zweiten Vize-Präsidenten der Notenbank. Diese Position soll sich schwerpunktmäßig mit der Finanzaufsicht befassen, während Stanley Fischer, der einzige bisherige Vize-Präsident, in erster Linie Geldpolitiker ist. Mit der Besetzung dieses Postens kann Trump großen Einfluss auf die künftige Linie der Aufsicht nehmen.

Yellens erste Amtszeit endet im Winter 2018, und aller Voraussicht nach wird Trump keine Verlängerung vorschlagen. Daher gibt es bereits erste Spekulationen, wer als Nachfolger infrage käme. Gerüchte dieser Art beziehen sich bislang aber nicht auf konkrete Aussagen von Trump oder aus seinem Umfeld.

Zum Teil wird John Taylor genannt – der Professor, der die so genannte Taylor-Rule erfunden hat. Die Zinsregel soll die Fed stärker in ihrer Entscheidungsfreiheit beschränken. Er wäre den Republikanern genehm, die die Fed mehr kontrollieren wollen. Allerdings gilt er eher als Falke, als strenger Geldpolitiker, was den Wachstumsplänen Trumps zuwider laufen dürfte.

In Bankenkreisen wird auch Jerome Powell genannt. Er ist bereits Fed-Gouverneur, wird politisch den Republikanern zugerechnet, tritt für Zurückhaltung bei der Finanzaufsicht ein und unterscheidet sich geldpolitisch nicht sonderlich von Janet Yellen, die bei Zinserhöhungen sehr vorsichtig vorgeht.

Powell hat keinen derart außerordentlichen Ruf in der akademischen Welt wie Yellen und ihr Vorgänger, Ben Bernanke. Er hat zudem in der Vergangenheit einige Jahre in der Privatwirtschaft für die Beteiligungsgesellschaft Carlyle gearbeitet. Beides dürfte Trump nicht stören. Bei seinen persönlichen Auftritten wirkt Powell zurückhaltend und etwas blasser als Yellen mit ihrer unerschütterlichen Freundlichkeit.

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