Fed-Sitzungsprotokoll
US-Notenbank hält sich Optionen offen

Das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank hat die Märkte enttäuscht. Einige Notenbanker sprechen sich für weitere Lockerungen der Geldpolitik aus. Doch auch die Risiken eines solchen Schritts sind ihnen bewusst.
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WashingtonDie US-Notenbank Federal Reserve steht der Möglichkeit weiterer Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft offen gegenüber. Viele Mitglieder des für der Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses wollen jedoch nur im Falle einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung zu diesem Mittel greifen, wie am Mittwoch aus dem Protokoll der geldpolitischen Sitzung im Juni hervorging.

Die Aktienmärkte reagierten enttäuscht auf das Sitzungsprotokoll, da sich viele Anleger deutlichere Hinweise auf neue Schritte zum Ankurbeln der lahmenden Wirtschaft erhofft hatten - vor allem ein drittes Programm großvolumiger Anleihekäufe, im Fachjargon QE 3 genannt. "Wir sehen wirklich keine klaren Anzeichen dafür, dass die Fed QE 3 näher gekommen ist als bei der vorangegangen Sitzung", erklärte Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange.

Die Fed hatte bei der Sitzung im Juni lediglich beschlossen, die sogenannte "Operation Twist" bis Ende des Jahres zu verlängern und dafür rund 267 Milliarden Dollar in die Hand zu nehmen. Sie schichtet hierfür allerdings nur ihre Wertpapierbestände so um, dass langfristige Zinsen sinken und sich Kredite verbilligen können. Notenbankchef Ben Bernanke schloss zu diesem Zeitpunkt auch zusätzliche Schritte nicht aus. "Wir würden sicherlich auch weitere Staatsanleihen-Käufe in Erwägung ziehen, wenn die Wirtschaft einer weiteren Stärkung bedarf", hatte er damals erklärt. Viele Volkswirte rechnen fest damit, dass die Fed bald ein drittes großvolumiges Programm der quantitativen Lockerung durch Bondkäufe auflegen wird, um zusätzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen.

Dem Protokoll zufolge sahen einige Mitglieder des Ausschusses im Juni die Zeit für entschiedenere Handlungen bereits gekommen. Die Mehrheit allerdings wollte sich dem noch nicht anschließen. "Mehrere Mitglieder erklärten, dass weitere geldpolitische Schritte erforderlich sein könnten, wenn die wirtschaftliche Erholung an Schwung verliert, falls die Abwärtsrisiken der Konjunkturprognosen deutlicher hervortreten oder falls die Inflation dauerhaft unter die von dem Ausschuss angestrebte Zielmarke von zwei Prozent zu fallen scheint", hieß es in dem Protokoll. Das Schwächeln der US-Wirtschaft drückt sich vor allem in einer hohen Arbeitslosenquote aus.

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  • Hier geht es doch nur mehr darum Geld zu drucken und es den Notenbankfreunden guenstigst zur Verfuegung zu stellen.

    Es weiss doch mittlerweile jedes Kind, dass man weder Jobs drucken, noch durch die Notenpresse vernuenftige Wirtschaftspolitik betreiben kann.

    Fast scheint es mir so, der schwache Obama wurde an die Macht gehievt, damit man freie Hand hat. Dem Schuldenkoenig Obama gefaellt diese Gelddruckerei ganz offensichtlich. Er sagt nichts Gegenteiliges sondern macht mehr und mehr Schulden und laesst der Notenbank voellig freie Hand. Ja mehr noch, Bernanke wurde von ihm im Amte bestaetigt und dazu die fast noch radikalere Yellen von Obama als Bernankes Stellvertreterin eingesetzt. Eine klare Richtungsanzeige, denke ich.

  • Bulle und Bär tanzen um das tote Kalb - mal schauen wie morgen am Donnerstag der Dax auf diese Vorgaben reagieren wird. Dazu noch die mehrmonatige Entscheidungsfindung zum ESM von BGH.. keine guten Aussichten bis Freitag 22 Uhr.

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