Fed-Umfrage
US-Wirtschaft wächst trotz Hurrikan-Folgen

Laut einer Umfrage der US-Notenbank Fed hat die amerikanische Wirtschaft in den meisten Regionen „leicht bis moderat“ zugelegt. Akuter Facharbeitermangel dämpft jedoch das Geschäftswachstum.
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WashingtonTrotz der verheerenden Folgen der Hurrikans im Süden der USA ist die amerikanische Wirtschaft laut der Notenbank Fed weiter in der Wachstumsspur. Von September bis Anfang Oktober habe die Aktivität der Industrie in den meisten Regionen „leicht bis moderat“ zugelegt, heißt es im sogenannten Beige Book, das die Fed am Mittwoch veröffentlichte. Es basiert auf einer Umfrage unter Firmenvertretern. In den Fed-Bezirken Richmond, Dallas und Atlanta sei es allerdings sturmbedingt zu „größeren Störungen“ gekommen.

Die Fed hatte bereits zuvor erklärt, dass die Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“ das Wachstum im dritten Quartal wohl beeinträchtigt haben dürften. Dieser Effekt wird laut Notenbank jedoch nur vorübergehend sein. Die aktuelle Firmenumfrage bestätigt diese Sicht: Selbst im Fed-Bezirk Dallas, in dem die besonders stark von den Unwettern betroffene Öl- und Gasmetropole Houston liegt, rechnen die meisten Befragten nicht mit langfristigen negativen Folgen.

In vielen Bezirken der Fed herrscht laut Beige Book akuter Facharbeitermangel - etwa im Baugewerbe, im Verkehrssektor oder im Gesundheitswesen: „Auch das dämpft das Geschäftswachstum“, heißt es in dem Bericht. Die US-Arbeitslosenrate liegt bei 4,2 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 16 Jahren. Damit hat die Fed ihr Ziel Vollbeschäftigung de facto erreicht. Bei der Inflationsrate ist sie jedoch noch ein gutes Stück von ihrem Zwei-Prozent-Ziel entfernt.

Die Fed hatte ihre Leitzinsen zuletzt im Juni auf die jetzige Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und will noch dieses Jahr nachlegen, wenn die Konjunkturlage es erlaubt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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