Federal Reserve
US-Notenbank senkt Wachstumsprognose

Während die US-Notenbank an ihrer Niedrigzinspolitik festhält, macht die hohe Inflation im Euroraum eine rasche Zinssenkung durch die EZB unwahrscheinlich. Die OECD rechnet nur noch mit einem Mini-Wachstum.
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WashingtonDie US-Notenbank bleibt trotz einiger zaghafter Anzeichen einer konjunkturellen Belebung pessimistisch. Vor allem die Lage am Arbeitsmarkt und auf den Immobilienmärkten sei weiterhin alles andere als rosig, erklärte die Federal Reserve am Mittwoch nach einer Sitzung des für die Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses (FOMC) in Washington. Zwar habe die US-Wirtschaft im dritten Quartal an Stärke zugelegt, allerdings bleibe die Konjunktur auf dünnem Eis. Auch die Krise der europäischen Währungsunion bleibe ein Risikofaktor, der genau beobachtet werden müsse.

Fed-Chef Ben Bernanke machte zwar deutlich, dass er jederzeit Gewehr bei Fuß stehe, um die Wirtschaft noch stärker als bisher zu unterstützen. Er wurde allerdings nicht konkreter. Den Leitzins beließen die Notenbanker erwartungsgemäß bei null bis 0,25 Prozent. Bernanke sagte bei der Pressekonferenz nach dem Zinsbeschluss, das Wachstumstempo dürfte „frustrierend langsam“ bleiben. Er und die anderen Mitglieder des FOMC seien „unzufrieden mit der konjunkturellen Entwicklung“, vor allem die Arbeitslosigkeit sei „deutlich zu hoch“.

Bernanke bekräftigte, er sei „nötigenfalls bereit für weitere Maßnahmen, um die wirtschaftliche Erholung zu sichern und die Preise stabil zu halten“. Bei der jüngsten Sitzung sprach sich jedoch nur einer der zehn stimmberechtigten Notenbanker in dem Ausschuss für weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur aus. Die US-Börsen konnten ihre Gewinne trotz der pessimistischen Einschätzung halten.

Keine Hinweise auf QE3

Die Notenbanker bekräftigten, dass der Schlüsselzins für die Versorgung der Banken mit Zentralbankgeld aller Voraussicht nach bis Mitte übernächsten Jahres auf diesem extrem niedrigen Niveau bleiben dürfte. Die Ende September beschlossene Umschichtung der Bilanz gehe weiter. Gelder aus auslaufenden Anleihen würden zudem in Immobilienpapiere reinvestiert, um den Häusermarkt zu stützen. Mit diesen bereits bei der letzten FOMC-Sitzung vor sechs Wochen beschlossenen Maßnahmen will die Notenbank das langfristige Zinsniveau drücken.

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  • @ Geier: Sie sprechen das Phänomen einer Stagflation an, also Inflation bei gleichzeitigem realen Rückgang des Volkseinkommens (BIP).

    Mit Steuern oder mit Spekulationen muß das überhaupt nichts zu tun haben. Möglicherweise läuft das wie folgt ab: Steigen Preise für Rohstoffe oder auch für Energie - beispielsweise aus Gründen erschwerter und damit kostenträchtigerer Erzeugung und Beschaffung - , so werden die Unternehmen ihre Angebotspreise (kostenkalkulierte Preise) für ihre Produkte anheben müssen. Reagieren die Nachfrager auf diese Preisanhebungen mit stark rückläufigen Käufen, so führen die verringerten Absatzmengen zu Einschränkungen bei den Unternehmen, verbunden auch mit Entlassungen.

    Damit setzt eine Abwärtsbewegung des BIP real ein, bei dennoch erhöhtem Preisniveau.

  • Obama, Bernanke, Yellen, Evans und aehnlich gelagerte Geldvernichter dort sind eine groessere Gefahr fuer die Welt, als dieses kleine Griechenland.

    Wir muessen unsere EZB und unsere Politiker mit aller Macht davon abhalten, aehnlich vorzugehen wie diese Stuemper ueber dem Ozean. Es ist schon genueg stuemperhaft hier, aber dort paart sich Korruption, Macht und endlose Dummheit seit vielen Jahren in einer voellig ungeblockten Entwicklung. Das Volk dort ist beaengstigend kritiklos und uninformiert. Da haben wir Europaer hoffentlich einen Vorteil.

  • Geldmengensteigerung dadurch dass die EZB Anleihen ankauft. Die EZB hat einen Haushalt von 10 Mrd, hat aber schon für ca. 170 Mrd. Anleihen gekauft und damit zusätzliches Geld in Umlauf gebracht (= gedruckt).

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