Finanzkrise
Bernanke und Geithner loben Europas Krisen-Politik

Lange warfen die Amerikaner Europas Politikern Zögerlichkeit in der Eurokrise vor. Inzwischen sei die Lage deutlich besser, loben nun Notenbankchef Bernanke und Finanzminister Geithner. Doch es gebe noch viel zu tun.
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WashingtonDie Gefahren aus der europäischen Schuldenkrise haben sich nach Ansicht von Amerikas obersten Krisenbekämpfern verringert. „In den vergangenen Monaten hat der Druck nachgelassen“, sagte US-Notenbankchef Ben Bernanke laut einem vorab veröffentlichten Redetext. Dies habe zu einer verbesserten Stimmung auf den weltweiten Finanzmärkten geführt und sei eine „erfreuliche Entwicklung für die Vereinigten Staaten“.

Bernanke und US-Finanzminister Timothy Geithner sollen am heutigen Mittwoch vor einem Kongressausschuss über die Krise in Europa Auskunft geben. Geithner hatte bereits am Dienstag vor dem Finanzausschuss betont, dass zumindest die Gefahr eines akuten Zusammenbruchs der Eurozone vorerst abgewendet sei. Allerdings sei es noch ein langer Weg, bis die Krise ausgestanden sei (Geithners Redetext online).

Als Gründe für die Besserung der Lage nennt Fed-Chef Bernanke vor allem die jüngsten Schritte der Europäischen Zentralbank (EZB), darunter die Bereitstellung von Milliardenkrediten an Geldinstitute  und gelockerte Anforderungen für Sicherheiten. Dank dieser Hilfe könnten europäische Banken den Euroländern verstärkt Kredite zu erschwinglichen Zinsen zur Verfügung stellen.

Lob fand Bernanke darüber hinaus für die Euro-Politiker und die griechische Regierung. Das jüngste Rettungspaket und die Sparanstrengungen Athens brächten das Land auf einen „nachhaltigeren Weg“, sagte der Notenbanker. Dazu trügen auch die privaten Gläubiger bei, die auf große Teile ihrer Forderungen verzichten. Positiv erwähnte Bernanke auch den Fiskalpakt, der die Euroländer zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten soll. Dieser helfe „die Spannungen zu lösen, die sich daraus ergeben, dass es eine Währungsunion ohne eine Fiskalunion gibt“.

Seit Ausbruch der Krise vor rund zwei Jahren hatten die USA von Europa wiederholt mehr Engagement in der Bekämpfung der Krise gefordert. Finanzminister Geithner war mehrfach in europäische Hauptstädte gereist, um den Druck zu erhöhen. Bei vielen in der Eurozone war er damit angesichts der Billionenschulden der USA auf Unverständnis gestoßen. 

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  • Der Teufel lobt natürlich den Sünder.
    Aber er holt ihn auch.
    Im übrigen gefällt mir der Satz von 'Humanist':
    Die USA hat Europa zwei Mal aus einer selbst angerichteten Katastrophe gerettet und jetzt auch mal das Recht, es in eine selbst angerichtete Katastrophe zu treiben: Hand in Hand mit den USA in den Abgrund springen.
    Letzte Frage:
    Hat Ministerpräsident Seehofer eigentlich schon die 50 Millionen für den letzten Quelle-Katalog ersetzt, die er unbedingt noch auf den Kopf hauen wollte ?

  • Zur Beruhigung meiner Leserschaft füge ich hinzu: hier zu Lande ist die Verschuldungsrate erst offiziell 85% BIP, wenn Schäuble alle seine Schulden, insbesondere die an die Sozialkassen, zusammen nimmt, kommt er immerhin auf 280% BIP. Aber das weiss er wahrscheinlich noch nicht, sondern nur Herr Prof. Raffelhüschen aus Freiburg. Schäuble hat also, verglichen mit den USA immer noch glänzende Bilanzen, bei den PIIGS+F- Staaten wird es wahrscheinlich nicht mehr so gut aussehen, die haben eher amerikanische Verhältnisse. Aber, wie gesagt, schäuble und Merkel haben doch nocht Luft!!!

  • Wenn diese beiden uns loben, dann hat das willfährige Deutschland alles schon gemacht was die Amis wollten und die hündisch kriechende Merkel hat alles umgesetzt was verlangt wurde zum Schaden des eigenen Volkes. Na dann.

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