Finanzkrise Bundesbank gegen Schuldenerlass für Griechenland

Der Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret findet einen Schuldenerlass für Griechenland falsch. Das Problem entstehe dann wieder neu.
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Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank ist gegen einen Schuldenerlass für Griechenland. Quelle: dpa
Andreas Dombret

Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank ist gegen einen Schuldenerlass für Griechenland.

(Foto: dpa)

FrankfurtZu Beginn der Frühjahrskonferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich die Bundesbank gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. Dies halte er für falsch, sagte Notenbank-Vorstand Andreas Dombret am Rande des Jahresempfangs des Bankenverbandes dem Sender n-tv. „Weil das Problem entsteht dann wieder neu.“ Es gebe viele Anstrengungen in Griechenland, das Land müsse nachhaltig aus der Krise herauskommen. Laut Handelsblatt wird Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Rande der IWF-Tagung auch über mögliche Schuldenerleichterungen für Griechenland sprechen.

Zur Deutschen Bank sagte Dombret, der Dax-Konzern stelle kein Problem für die Finanzstabilität dar. Die Nachricht zur Überprüfung des Handelsgeschäfts werde überinterpretiert. „Für alle großen europäischen Banken werden sogenannte Wind-Down-Pläne verlangt, wo man durchrechnet, welche Kosten entstehen, wenn man diese Banken abwickeln würde.“ Das sei ein ganz normales Verfahren. Am Sonntag war bekanntgeworden, dass die Europäische Zentralbank die Deutsche Bank aufgefordert hat, in einer Modellrechnung die Abwicklung ihres Handelsgeschäfts zu simulieren.

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  • Ich wäre nicht erstaunt wenn Fr. Merkel und Genossen vor der Wahl Erwartungen geweckt haben nach der Wahl "Schuldenerleichterungen" für Griechenland zuzustimmen.

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