Finanzminister entlässt Finanzaufseher
Mit britischem Humor aus dem Amt geflogen

Martin Weatley, Chef der britischen Finanzaufsicht FCA, räumt seinen Schreibtisch. Finanzminister George Osborne forcierte seinen Abgang. Zum Schluss verabschiedete er sich von Weatley auf die feine britische Art.
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LondonDer Chef der britischen Finanzmarktaufsicht FCA nimmt auf politischen Druck hin vorzeitig seinen Hut. Amtsinhaber Martin Wheatley werde sich im September und damit rund ein halbes Jahr vor Ablauf seines Vertrages zurückziehen, teilte die Behörde am Freitag mit. Finanzminister George Osborne erklärte, Wheatley habe zwar einen „brillanten“ Job gemacht. Künftig werde bei der FCA aber ein Manager mit anderen Qualitäten gebraucht. Wheatley galt als Hardliner.

Osborne hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass die Aufseher dazu beitragen sollten, London als weltweit attraktives Finanzzentrum zu erhalten. Nun sagte der Minister, der neue Chefaufseher müsse den Schutz von Banken-Kunden, aber auch den Wettbewerb im Blick haben. Am Ende wolle Großbritannien den „am besten regulierten Markt der Welt“ haben. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers werde FCA-Spitzenvertreterin Tracey McDermott die Behörde führen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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