Finanzstabilitätsbericht
EZB gibt vorsichtige Entwarnung

Aus Sicht der Notenbank hat sich die Euro-Krise seit den tiefsten Verwerfungen deutlich entspannt. Allerdings müssten Regierungen, EU und Banken das Reformtempo hochhalten. Die Krise lauert hinter der nächsten Ecke.
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Die Spannungen an Europas Finanzmärkten sind nach Überzeugung der Europäischen Zentralbank so gering wie seit zwei Jahren nicht mehr. „Der Stress im Finanzsektor hat sich von seinen Höchstwerten entfernt“, betonte die EZB in ihrem am Mittwoch in Frankfurt vorgelegten Finanzstabilitätsbericht.

Die Schuldenkrise hatte die Refinanzierungskosten für Länder wie Spanien oder Italien in nahezu untragbare Höhe getrieben. Dass der Druck nachgelassen hat, begründet die Notenbank nicht zuletzt mit ihrer eigenen Strategie: „Insbesondere das Anleihenkaufprogramm OMT war wichtig, weil es die Sorgen vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone beseitigt hat.“ Erst kürzlich hatte EZB-Chef Mario Draghi betont, dass die Währungsunion heute wesentlich stabiler sei als noch vor einem Jahr: „Die Märkte haben volles Vertrauen, dass der Euro eine starke und stabile Währung ist.“

Die Krise sei jedoch nicht überstanden, die Lage nach wie vor fragil. Die gegenseitige Ansteckungsgefahr zwischen Staaten, Banken und der Volkswirtschaft ist aus Sicht der EZB noch immer zu groß.

Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, sagte am Mittwoch, das EZB-Sicherheitsnetz und die strikteren Haushaltsregeln in Europa hätten das Vertrauen der Sparer und Anleger in die Zukunft des Euro gestärkt: „Die beharrliche Euro-Rettungspolitik greift.“ Gleichzeitig warnte er aber: „Ein grober politischer Fehler oder ein unbedachtes Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Sicherheitsnetz der Europäischen Zentralbank könnten schnell zu neuen und kostspieligen Turbulenzen führen.“

EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio rief die Regierungen der kriselnden Eurostaaten auf, den Reformeifer aufrecht zu halten und die Schuldenberge weiter abzubauen. Zuletzt führten einige Länder wie Portugal, Italien, Slowenien oder Zypern ihre Staatsdefizite auch wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung langsamer zurück als geplant. In den meisten Eurostaaten werde das Defizit 2013 aber geringer ausfallen als 2012. Nach den Angaben wird das Staatsdefizit des Euroraums insgesamt von 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) im Vorjahr 2013 voraussichtlich auf 2,9 Prozent sinken.

Auch auf EU-Ebene sind nach Überzeugung der EZB weitere grundlegende Reformen nötig, um die Wirtschafts- und Währungsunion zu vollenden. Dazu gehöre die Bankenunion, die die Geschäftsbanken unter eine europäische Aufsicht stellt. Gerade in den Schuldenländern erhöht die Rezession das Risiko, dass Kredite ausfallen und Banken ins Wanken geraten. Deshalb stockt die Kreditvergabe vor allem an Unternehmen, was wiederum die Konjunkturbelebung verhindert.

Als Beleg für die Glaubwürdigkeit der europäischen Krisenpolitik wertete Constâncio, dass die Zypernkrise im Frühjahr nicht auf andere Staaten übergeschwappt sei und die Finanzmärkte kaum reagiert hätten: „Diese Widerstandsfähigkeit steht im Kontrast zu den Reaktionen in früheren Stadien dieser Krise.“ Aus Sicht der EZB glauben die Akteure an den Finanzmärkten zunehmend daran, dass die Politik die Stabilität der Gemeinschaftswährung und der Märkte garantieren werde - auch wenn der Entscheidungsprozess zuweilen etwas zögerlich erscheine.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn die Entwarnung kommt, steht der große Knall gewöhnlich unmittelbar vor der Tür!
    Und dessen Auslöser ist nicht etwa Zypern, Slowenien, Italien oder Griechenland sondern FRANKREICH!
    Das ist die drittgrößte (Wirtschafts-)Nation in der EU und der Eurozone! Das Land ist aber weitestgehend deindustrialisiert, hat zu viele minderqualifizierte Einwanderer aufgenommen, hält seine Autobauer mit staatlichen Zuschüssen am Leben (Produziert weiter auf Halde, aber entlaßt bloß keinen Mann!), hat alle Reförmchen wie z.B.Änderung des Rentenalters zurückgenommen und versucht das Ganze bei einigen wenigen Superreichen reinzuholen, die man damit allenfalls außer Landes treibt.
    Während es in Deutschland normal ist, daß der Wähler nach der Wahl das Gegenteil der Wahlversprechen vorgesetzt bekommt, ist DAS in Frankreich nicht möglich ohne einen Aufstand zu riskieren: Also nahm Hollande allen Anflug ähnlicher Maßnahmen, wie sie Südländern von der "Troika" verordnet wurden, zurück. Wenigen Superreichen alles wegzunehmen löst die Probleme auch nicht - zumindest nicht nachhaltig - das mußte selbst Lenin spätestens 1922 erfahren.
    Und wenn Frankreich crasht gehen in Europa die Lichter aus ... !

  • Es ist den Südländern in den letzten drei Jahren gelungen mit sehr vielen Verbrechen und illegalen Aktionen unter Mithilfe der Abschaum-Partei CDU aus dem DM-ähnlichen Euro eine Lira zu machen.

    Jetzt haben nur noch Idioten, also völlig verblödete Menschen, eine Lebensversicherung.

    Alle CDU-Mitglieder sind Abschaum und sollten auch so behandelt werden.

    Deutschland sollte die Altpartei CDUSPDFDPGrüne zur Hölle schicken. Dort gehören diese Verbrecher hin. Die Altpartei muß ausradiert werden.

    Danach kann man mit mehr direkte Demokratie und Eigenverantwortung wieder eine vernünftige Marktwirtschaft aufbauen.

    Das jetzige EUdSSR-System zerstört den Wohlstand in Deutschland. Wollen wir eine DDR2.0 oder wollen wir eine direkte Demokratie, wie in der Schweiz?

  • Ooooch wie schön! Dann wird ja alles gut!
    Hatte mir ja solche Sorgen gemacht....
    Aber jetzt wo der gute Öttinger aufgewacht ist und die EU sagt alles entspannt...
    Da brauche ich mir ja doch keine Sorgen mehr machen.

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