Gefahren für Finanzsystem
EZB warnt Investoren vor „Jagd nach Rendite“

Die EZB hat die Zinsen weitgehend abgeschafft. Sie verlangt Strafzinsen von Banken, die Geld parken wollen. Jetzt warnt die Notenbank davor, dass sich Investoren anderweitig nach Rendite umsehen.
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FrankfurtEin neuer Börsencrash, ertragsschwache Banken und der immer stärker wachsende Schattenbankensektor sind nach Ansicht der EZB die größten Risiken für die Stabilität des Finanzsystems in der Währungsunion. Zwar sei der Stress, dem die Finanzwirtschaft in den 18 Euro-Ländern ausgesetzt sei, aktuell so gering wie zuletzt vor Ausbruch der Finanz- und Bankenkrise 2007, sagte EZB-Vizepräsident Vitor Constancio am Donnerstag in Frankfurt bei der Veröffentlichung des jährlichen Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank. Doch unter der ruhigen Oberfläche schlummern der EZB zufolge enorme Risiken gepaart mit der schwachen Konjunkturentwicklung, der extrem niedrigen Teuerung und hoher Arbeitslosigkeit.

Eine Gefahr sieht die EZB in der anhaltenden „Jagd nach Rendite“ unter Investoren. Diese Jagd ist nicht zuletzt eine Folge der Niedrigzinspolitik aller großen Notenbanken. Constancio räumte ein, dass aktuelle und mögliche künftige geldpolitische Maßnahmen der EZB die Risiken im Finanzsystem erhöhen könnten. "Aber wir haben ein hierarchisches Mandat", sagte der Portugiese. "Preisstabilität kommt ganz oben und vor allem anderen. Wir sind nicht für die Kontrolle der Preise von Vermögenswerten zuständig, sondern für die Kontrolle der Teuerung von Produkten und Dienstleistungen. Das steht so im EU-Vertrag. Wer das ändern will, der muss den Vertrag ändern."

Sollten die Maßnahmen zum Schutz der Preisstabilität - etwa der Kauf von Wertpapieren oder künftig sogar der massenhafte Aufkauf von Staatsanleihen - das Finanzsystem treffen, müsste dagegen mit anderen Mitteln reagiert werden als mit den Instrumenten der Geldpolitik. EZB-Präsident Mario Draghi und Constancio haben in den vergangenen Tagen die Tür für den Aufkauf von Staatsanleihen weit geöffnet. Dadurch würde die EZB noch mehr Geld drucken in der Hoffnung, so die Konjunktur anzukurbeln.

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Risiken bei Hochzinsanleihen

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  • Für mich ergeben sich Veränderungen in allen weltlichen und menschlichen Systemen dann, wenn aus Interessensgemeinschaften heraus kleine individuelle Keime entstehen.Ich sehe eine längst begonnende Entstehung von Keimzellen im kleinsten individuellen System in Deutschland und das ist für mich der Beginn von System und Strukturveränderungen.Jeder Mensch kann nur bei sich Veränderungen nach seinem eigenen persönlichen Masstab und seinem Tempo vornehmen.

    Ich finde meine Empfindungen passen zur Vorweihnachtszeit.
    LG,
    Thomas Zemter

  • Der Maastrichter Vertrag sieht Preisstabilität bei 0 Prozent. Die 2 Prozent sind eine Erfindung der EZB. Eine Normalisierung der Preise in überteuerten Ländern hat auch nichts zu tun mit Deflation. Die Motive der EZB sind sowieso ganz andere.

  • "EZB warnt Investoren vor „Jagd nach Rendite“"
    ____________________-

    Nice.
    Und wer warnt vor der EZB?

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