Geldpolitik
Bund-Rendite klettert auf Sechs-Wochen-Hoch

Investoren zeigten sich zuletzt spekulierfreudig – aufgrund einer möglichen geldpolitischen Wende der Europäischen Zentralbank. Dieser Umstand trieb die Bundesanleihe auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.
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FrankfurtAnhaltende Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik in der Euro-Zone treiben Anleger vermehrt aus deutschen Staatsanleihen. Die Rendite der für Europa richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe stieg am Donnerstag im Gegenzug auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 0,424 Prozent von zuvor 0,374 Prozent.

Investoren rechnen seit einer Rede von EZB-Präsident Mario Draghi am Dienstag damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eine geldpolitische Wende vorbereitet. An diesen Spekulationen änderten auch Aussagen von EZB-Insidern nichts, dass Draghis Rede überinterpretiert worden sei, sagten Experten. „Es ist offensichtlich so, dass die EZB mit solchen Kommunikationstricks es halt nicht schafft, die Lawine, die Draghi losgetreten hat, zu stoppen“, betonte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Investoren rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent damit, dass die EZB bis Mitte 2018 die Zinsen erhöht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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