Geldpolitik
Eindämmen der Geldflut berechenbarer machen

Ein Direktoriumsmitglieder der US-Notenbank fordert mehr Transparenz von seinem eigenen Haus. Es wäre besser, wenn man das Volumen der Geldpolitik exakt an der Arbeitslosenquote errechnen könnte.
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FrankfurtDie US-Notenbank Federal Reserve sollte nach Ansicht eines ihrer Führungsmitglieder die Strategie beim geplanten Eindämmen der Geldflut berechenbarer machen. Dabei biete sich eine starre Koppelung an einen Arbeitsmarktindikator an, schlug Fed-Direktoriumsmitglied Jeremy Stein am Donnerstag auf einer Konferenz in Frankfurt vor. „Das ist meine persönliche Präferenz“, betonte Stein. Bislang kauft die Fed noch Monat für Monat Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar auf, um die Wirtschaft zu stützen.

Beim Abbau dieser Summe könne man künftig eine feste Summe an jeden Zehntelprozentpunkt koppeln, um den die Arbeitslosenquote sinke, schlug Stein vor. Der Notenbanker sagte, er habe auf der jüngsten Zinssitzung im September mit sich gerungen, dann jedoch gegen ein Zurückfahren der Konjunkturhilfen gestimmt.

Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss um US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte vorige Woche völlig überraschend entschieden, die ins Auge gefasste Drosselung ihrer Konjunkturhilfen zu unterlassen. Bernanke hält den Wirtschaftsaufschwung für noch nicht robust genug und beklagt eine noch immer zu hohe Arbeitslosigkeit. Die Fed hat ihre Nullzinspolitik an die Entwicklung am Jobmarkt gekoppelt: Die Zinsen sollen mindestens so lange niedrig bleiben, wie die Erwerbslosenquote über 6,5 Prozent verharrt. Im August lag sie bei 7,3 Prozent und wird nach Expertenschätzungen im September nicht sinken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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