Geldpolitik
Fed-Vertreter Kaplan gegen baldige Zinserhöhung

Robert Kaplan, Präsident der Fed von Dallas, hat sich gegen eine baldige Zinserhöhung in den USA ausgesprochen. Vorher sei es wichtig, das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen.
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ArlingtonDie US-Notenbank Federal Reserve sollte aus Sicht eines hochrangigen Vertreters von einem baldigen Zinsschritt Abstand nehmen. Angesichts der schwachen Inflation sei es angezeigt, auf eine Erhöhung des Schlüsselzinses derzeit zu verzichten, sagte der Präsident der Fed von Dallas, Robert Kaplan, am Freitag. „Bevor wir den nächsten Schritt gehen, will ich sicherstellen, dass ich neue Konjunkturdaten verstehe ... und wir Fortschritte in Richtung des Inflationsziels von zwei Prozent machen,“ fügte er hinzu. Kaplan erwarte zudem, dass die Fed bald eine Ankündigung zum Abbau der im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz machen dürfte.

Die Währungshüter hatten zuletzt im Juni den Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf das jetzige Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben. Durch den massiven Erwerb von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zur Stützung der Konjunktur stieg die Bilanzsumme der US-Zentralbank auf rund 4,2 Billionen Dollar. Im Jahr 2007 hatte sie noch bei rund 800 Milliarden Dollar gelegen.

In den USA baut sich nur langsam Inflationsdruck auf. Die Verbraucherpreise kletterten im Juli um 1,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Damit war die Teuerung zwar einen Tick höher als im Vormonat, doch von Reuters befragte Ökonomen hatten sich auf ein Plus von 1,8 Prozent eingestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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