Geldpolitik
Preise in Großbritannien steigen nicht mehr ganz so stark

Der Preisauftrieb in Großbritannien ist überraschend etwas abgeflaut. Die Jahresteuerung lag im Juni bei 2,6 Prozent, wie das Statistikamt des Landes am Dienstag mitteilte.
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LondonExperten hatten mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet, nachdem die Preise im Mai im selben Tempo geklettert waren. Die Teuerung erreichte damals fast ein Vier-Jahres-Hoch. Dass sie nun etwas niedriger ausfiel, hängt hauptsächlich mit den gefallenen Ölpreisen zusammen. Die Inflation auf der Insel ist schon seit längerem höher, als es der Notenbank lieb ist. Diese strebt eine Rate von zwei Prozent an.

Für Preisauftrieb hat insbesondere die Abwertung des Pfunds gesorgt, nachdem die Briten im Juni 2016 für den EU-Austritt votiert hatten. Dadurch verteuern sich importierte Waren, womit zugleich die Inflation nach oben getrieben wird. Das Pfund Sterling drehte nach den Daten ins Minus und notierte mit 1,3031 Dollar 0,2 Prozent tiefer. Zuvor war das Pfund um 0,5 Prozent gestiegen auf ein Zehn-Monats-Hoch von 1,3125 Dollar.

Die Notenbank hat den Leitzins im August 2016 nach dem Brexit-Schock auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Nach Ansicht von Zentralbankchef Mark Carney dürfte eine Zinserhöhung aber wieder ein Thema werden. Doch von Reuters befragte Experten erwarten nicht, dass es im August zu einem solchen Schritt kommen wird. Nur zwei der befragten 80 Experten rechnen mit einer Erhöhung im kommenden Monat. Im Mittel erwarten sie, dass der Zinssatz auch 2018 noch Bestand haben wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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