Griechenland-Krise

EZB wird nicht auf Forderungen verzichten

Bei einem möglichen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland will die EZB außen vor bleiben. Sie dürfe sich daran auch gar nicht beteiligen, so EZB-Direktor Jörg Asmussen. Die Politik sieht das offenbar anders.
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Jörg Asmussen, Chefvolkswirt im Direktorium der Europäischen Zentralbank. Quelle: dapd

Jörg Asmussen, Chefvolkswirt im Direktorium der Europäischen Zentralbank.

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Berlin/FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) lehnt die Beteiligung an einem eventuellen weiteren Schuldenschnitt in Griechenland ab. „Der mögliche zusätzliche externe Finanzierungsbedarf kann nur durch die Mitgliedsstaaten der Eurozone geschlossen werden“, sagte der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen der Tageszeitung „Die Welt“. Eine Umschuldung auf Kosten der EZB stehe nicht zur Diskussion.

„Die EZB könnte sich an einer solchen Umschuldung auch gar nicht beteiligen, da dies eine verbotene monetäre Staatsfinanzierung wäre“, so Asmussen weiter. Der Notenbanker reagiere damit auf Druck aus Athen und anderen europäischen Hauptstädten, heißt es in dem Bericht.

Ginge es nach der Politik, sollte die Zentralbank zumindest auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten. Auch Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatte den anderen öffentlichen Gläubigern zuletzt nahegelegt, auf Forderungen zu verzichten.

Analysten schätzen, dass die EZB griechische Papiere im Volumen von etwa 40 Milliarden Euro hält. Die Titel wurden gekauft, um das erste Hilfspaket für Athen zu flankieren. Bereits beim ersten griechischen Schuldenschnitt im März blieb die EZB ungeschoren. Sie hatte im Vorfeld die Wertpapierkennnummern ihrer Papiere ändern lassen, um zu verhindern, dass der griechische Staat Zugriff darauf bekommt.

Privatanleger zwang Athen damals durch Umschuldungsklauseln zum Forderungsverzicht. Im Schnitt mussten die Investoren mehr als 70 Prozent abschreiben. Dagegen kassiert die Notenbank bislang sogar weiter Zinsen auf ihre Hellas-Anleihen. Sowohl die EZB als auch der IWF betrachten sich im Fall Griechenlands bislang als bevorzugte Gläubiger, deren Forderungen vorrangig bedient werden müssen. Bei ihrem jüngst beschlossenen neuen Anleihekaufprogramm wird die Notenbank auf diesen Status verzichten.

  • dpa
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  • Keiner spricht Klartext!
    a) Wenn Griechenland statt in den letzten 2 Jahren weiterhin Beamte einzustellen (letzte Chance zur "Versorgung" der Freunde?)den überdurchschnittlich großen Staatsapparat verkleinert hätte, wäre viel gespart.
    b) Wenn die Selbständigen in Griechenland ihre Steuern zahlen würden, ergäben sich so viele zusätzliches Steuereinnahmen, dass die Sparmaßnahmen entfallen könnten...
    c) Wenn die reichen Griechen nicht ihr Geld ins Ausland transferieren würden, könnte sie den Staat selbst retten.
    Aber das überlässt man wohl gerne den Europäern und letztendlich den Deutschen.

  • Gäbe Griechenland relativ zur Wirtschaftskraft nur ähnlich viel für sein Militär aus wie der EU-Durchschnitt, wäre seine Finanzlage heute tragfähig, teure Rettungsprogramme nicht nötig. Die griechische Regierung und die EU-Kommission streiten sich über die tatsächliche Höhe der Ausgaben für Waffensysteme. Schwarzgeld scheint in Massen zu fließen. Ein ehemaliger Verteidigungsminister sitzt im Gefängnis, weil er sich von Ferrostaal hat bestechen lassen. Solche Ausgabenfreudigkeit eines bankrotten Landes und solche Intransparenz wie in Griechenland sollten eigentlich Anlass zu etwas mehr als zwei, drei wolkigen Sätzen sein. Aber daran hat scheinbar niemand ein Interesse. Immerhin ist Griechenland der fünftgrößte Waffenimporteur der Welt und bezieht ein Drittel seiner Waffen aus Deutschland. Auch Frankreich liefert eifrig. Größter Lieferant sind die USA.

  • Beim nächsten Schuldenschnitt nicht mitmachen (also auf erstrangige Forderungen verzichten), weil das sonst Staatsfinanzierung wäre. Beim künftigen Ankauf von Anleihen dann aber DOCH auf die erstrangigen Forderungen verzichten – das soll dann KEINE Staatsfinanzierung sein.
    Kapier ich nicht.

  • was für eine muschi die bundesregierung sich da ausgesucht hatte, das werden wir noch erleben dürfen.
    recht unfein sowas

  • asmussen beantwortet nicht gestellte fragen.
    was für ein idiot.
    Damit macht er virulent, was noch offen steht.
    Vollidiot.

  • wie konnte man so einen mann nur in die höchsten ämter hieven?

    nun ja, wo ist das nicht der Fall?

    Was gewollt sind: Durchschleimer bis in den Zwölffingerdarm.

    Glück?

    Pech eher.

  • Wüßte diese glatzköpfige Blindschleiche was sie schwefelt würde sie das Maul halten.
    Das tut sie nicht.
    Also weiß dieser Durchlauferhitzte noch gleich noch viel weniger als zu befürchten stand.
    Auch nicht schlimm: der ist sowas von scheißegal.

  • Illegal Staatsanleihen auf dem Börsenmarkt kaufen geht aber ein Schuldenschnitt der Griechenland wirklich entlasten würde geht nicht? Die Steuerzahler sollen es wieder tragen und Griechenland hat keine Chance - das ist kriminell!

    Wie lange wollen wir diese Mafia noch gewähren lassen? Wir sind die nächsten!

  • Ein Grieche kommt zum Bahnhof: "Eine Fahrkarte nach Athen für den 10-Uhr-Zug bitte." Der Schalterbeamte antwortet: "Es fährt kein Zug um 10 Uhr, aber es gibt einen Zug um 9 Uhr." "Nehme ich!" zwinkert ihm der Reisende zu. "Aber lass uns 9:30 Uhr draus machen."

  • Ach Herr Asmussen, setzen Sie sich doch mit Ihrem Konglomerat an Eurokraten an einen Stammtisch in Brüssel. Dort glaubt man Ihnen vor lauter Angst sicher noch. Mich wundert eh wie man(n)/Sie trotz fehlendem Rückgrat noch aufrecht laufen kann. Das ist, in meinen Augen, die einzige zu bestätigende Leistung die ich von Ihnen verfolgen durfte.

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