Inflation
Barometer fällt auf ein neues Rekordtief

Die Angst vor einer Konjunkturabkühlung hat die Erwartungen der Anleger an die Inflation in der Eurozone gedämpft. Der Indikator Five-Year-Five-Year-Forward fiel den dritten Tag in Folge auf ein Rekordtief.

FrankfurtDer anhaltend niedrige Ölpreis und die Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft dämpfen die Inflationserwartungen der Anleger immer stärker. Der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward fiel am Freitag auf 1,4208 Prozent und markierte damit den dritten Tag in Folge ein Rekordtief.

Dies bedeutet, Investoren gehen davon aus, dass - beginnend in fünf Jahren - die Teuerung über einen Zeitraum von fünf Jahren bei etwa 1,4208 Prozent und damit unter der EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent liegen wird. Das Inflationsbarometer gilt als wichtiger Faktor für die geldpolitischen Entscheidungen der Währungshüter.

Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt seit etwa einem Jahr monatlich 60 Milliarden Euro in die Finanzmärkte, um eine drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abzuwenden. Seit Wochen spekulieren Investoren darauf, dass die Notenbank die geldpolitischen Zügel bei ihrer Sitzung im März weiter lockert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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