Inflationsrate verharrt bei 1,8 Prozent
Lebensmittel werden teurer

Das Leben in Deutschland ist auch im September teurer geworden – und Verbrauchen müssen sich an solche Preissteigerungen künftig gewöhnen. Tiefer in die Taschen greifen mussten die Konsumenten für Nahrungsmittel.
  • 1

WiesbadenTeurer gewordene Lebensmittel halten die Inflationsrate in Deutschland nahe dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) gewünschten Ziel. Die Verbraucherpreise stiegen im September erneut um durchschnittlich 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Damit bestätigte die Behörde in Wiesbaden vorläufige Zahlen.
Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig für die 19 Staaten mit Euro-Gemeinschaftswährung ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung knapp unter 2,0 Prozent an.

Tiefer in die Taschen greifen mussten die Konsumenten vor allem für Nahrungsmittel. Diese verteuerten sich um 3,6 Prozent. „Insbesondere mussten die Verbraucher für Butter durch den erneuten Preisanstieg erheblich mehr bezahlen“, erklärten die Statistiker. Hier gab es einen Aufschlag von 70,4 Prozent. Molkereiprodukte kosteten rund 15 Prozent mehr. Fisch (+3,4 Prozent) und Fleisch (+2,6) verteuerten sich ebenfalls überdurchschnittlich. Das trifft auch auf Energieprodukte zu. Für leichtes Heizöl musste 12,9 Prozent mehr hingeblättert werden als vor einem Jahr, für Kraftstoffe 4,5 Prozent und für Strom 2,0 Prozent mehr. Ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln hätte die Inflationsrate lediglich bei 1,5 Prozent gelegen.

Die Verbraucher müssen sich nach Prognose der Bundesregierung an solche Preissteigerungen gewöhnen. Lag die Inflationsrate im vergangenen Jahr noch bei 0,5 Prozent und 2015 sogar nur bei 0,3 Prozent, so soll sie 2017 auf 1,8 Prozent klettern und 2018 mit 1,6 Prozent ähnlich hoch ausfallen.
Vor allem

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Inflationsrate verharrt bei 1,8 Prozent: Lebensmittel werden teurer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Die Verbraucher müssen sich nach Prognose der Bundesregierung an solche Preissteigerungen gewöhnen."

    Nein, wir haben nicht genügend Inflation

    Nein, wir können das Gelddrucken nicht beenden

    Nein, die EU-Bürger werden nicht schleichend enteignet.

    (Mantra der EZB)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%