Italiens Notenbankchef
EZB erwägt schärferen Strafzins

Banken müssen derzeit Strafzinsen bezahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht Geld parken. Der Einlagensatz liegt seit September bei minus 0,2 Prozent. Offenbar prüfen die Währungshüter eine Verschärfung des Strafzinses.

FrankfurtDie Euro-Währungshüter werden laut Italiens Notenbank-Gouverneur Ignazio Visco auf ihrer Ratssitzung im Dezember auch eine Verschärfung des Strafzinses prüfen. „Andere Länder scheinen keine Probleme damit erfahren zu haben“, erklärte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch laut Rede-Manuskript bei einer Veranstaltung in London. Bislang sei die Einführung negativer Sätze reibungslos verlaufen. Der Einlagensatz im Euro-Raum liegt seit September 2014 bei minus 0,2 Prozent. Banken müssen also Strafzinsen bezahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht Geld parken. In Dänemark liegen die Einlagenzinsen sogar bei minus 0,75 Prozent.

Eine wachstumsfördernde Geldpolitik könne auch beinhalten, den Umfang, die Dauer und die Zusammensetzung des laufenden Anleihen-Kaufprogramms zu ändern. Mit den seit März laufenden Käufen will die EZB Banken zu mehr Krediten an die Wirtschaft bewegen. Das würde die Konjunktur anschieben und damit auch die hartnäckig niedrige Inflation nach oben treiben.

Die Preise verharrten im Oktober im Euro-Raum auf Vorjahresniveau. Als idealen Wert für die Wirtschaft strebt die EZB jedoch eine Teuerung von knapp unter zwei Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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