IWF-Finanzreport

Europas Banken geht bei Krediten die Puste aus

Die meisten Banken in der Euro-Zone sind laut Internationalem Währungsfonds noch zu schwach, um genügend Kredite zu vergeben. Das habe riskante Geschäfte florieren lassen und führe weltweit zu Instabilität.
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IWF: Euro-Zone soll mehr Geld ausgeben

IWF: Euro-Zone soll mehr Geld ausgeben

WashingtonSechs Jahre nach Beginn der zurückliegenden globalen Finanzkrise sind viele Banken laut einer Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) immer noch zu schwach. Vor allem in der Euro-Zone sei ein Großteil der Institute weiterhin nicht in der Lage, nachhaltig Kredite zur Stützung der Wirtschaft bereitzustellen, heißt es in einem Bericht der Organisation, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. Diese Kraftlosigkeit des Bankwesens gefährde weltweit die Finanzstabilität.

Der IWF untersuchte nach eigenen Angaben 300 große Banken in den Industrieländern. Insgesamt seien am Kapital gemessen 40 Prozent der Banken nicht zu einer volkswirtschaftlich angemessenen Kreditvergabe in der Lage. In der Eurozone hätten sogar 70 Prozent das Problem.

Den Instituten gehe es durch Sanierungsmaßnahmen zwar meist gut genug, „um zu überleben“. Das reiche aber nicht. „In vielen Ländern müssen die Banken Athleten sein, die die wirtschaftliche Erholung energisch unterstützen können“, erklärte der Leiter der IWF-Finanzmarktabteilung, José Viñals.

Die Schwäche führt dem Währungsfonds zufolge dazu, dass sich Unternehmen benötigtes Geld auf andere Weise besorgen, etwa durch die Ausgabe von Anleihen an Investmentfonds. Die in deren Portfolios gehaltenen Kreditinstrumente hätten sich seit 2007 verdoppelt.

„Die Risiken verlagern sich in das System der Schattenbanken“, warnte Viñals. „Wenn darauf nicht eingegangen wird, könnten diese Risiken die globale Finanzstabilität gefährden.“ Denn bei Turbulenzen an den Finanzmärkten könnte es sehr schnell zu Liquiditätsengpässen kommen.

Es kommt nicht genügend Geld in der „echten Volkswirtschaft“ an
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  • Interessanter Link über Geld-Spinner ("Money Crank"):

    Now, let’s list some people who I do consider money cranks. Murray Rothbard is, I believe, a money crank. But he is of a more softcore variety. On the left is Silvio Gesell, albeit he is of a more softcore variety. Antal Fekete is what I would consider a hardcore money crank. What about media figures like Peter Schiff and Marc Faber? I don’t believe that these two constitute money cranks. Rather I think that they draw upon the stories spun by money cranks to sell their respective products — whether that be themselves as media figures or financial positions managed by their companies. They are better seen as ‘pop money cranks’ who spread the heavily condensed Gospel to the masses in the form of soundbites.

    [...]

    This criteria may be outlined as such: a money crank is a person who views the money system from a position in which they have substantial emotional investment.

    [...]

    So, let’s state this criteria in no uncertain terms: a person who believe that all, or the vast majority of, social ills are caused by the current money system and thus can be solved by implementing an imaginary money system that they have designed can be safely considered a money crank.



    http://fixingtheeconomists.wordpress.com/2014/04/07/what-constitutes-a-money-crank/

    Wer auf solche Leute hört, hat selbst schuld.

  • Ach was sicher die US-Banken sind deutlich profitabler
    als die in Europa aber insgesamt hat man schon sehr viel
    für die Stabilität zu Lasten der Rendite getan.

    Leider gibt es keinen Goldstandard mehr daher Gold auch
    nie die Rettung sein wird.

    Denn unser elektronisches Geld wird immer funktionieren
    egal in welcher Währung.

    Nur ein globaler Zusammenbruch aller IT-Systeme und des
    Internets zugleich könnte Gold wieder zu einer
    Krisenwährung werden lassen.

    Und dass ist mehr als unwahrscheinlich aber trotzdem
    etwas Gold kann nicht schaden aber wenn dann bitte zum
    anfassen.

  • aber der Schäuble sieht doch noch immer keine Probleme und sagt, dass alle Banken den bösen bösen Stresstest bestehen.

  • Wie jetzt, Lt Frau Merkel ist die EUR-Krise doch lange vorbei. OK, geglaubt haben es nur die Mitläufer und Nachsager in der CDUSPD-Einheitsregierung mit Unterstützung der Grünen.

    Die Wahrheit ist, der EUR-Raum hat heute massive mehr Probleme als noch vor 3 o. 4 Jahren, mit einem Potenzial ganze Bevölkerungsgruppen in die Armut zu drücken. Der Anfang ist in einigen Süd-EUR-Staaten ja schon gedacht und damit empirisch bewiesen.

    Wie so oft in der Politik wird das tote Pferd aber noch sehr lange geritten. Der Unterschied. Beim EUR ist die Sprengkraft einfach auf Atombombenniveau.

    Und nur die AFD traut sich, die Realität beim Namen zu nennen.

  • Also nehmen wir mal an, ich ueberschuette 10 Menschen mit jeweils 10 Millionen Euro sogar rueckzahlungsfrei. Wie viele davon werden ein Unternehmen mit echter Substanz gruenden?

    Ich denke, IWF und EZB haben nicht mal die Basics des menschlichen Verhaltens und der Wirtschaft verstanden. Anders kann ich dieses ewige Geldgeschaffe nicht mehr verstehen. Wie naiv muss man erst sein, die noch munter ewig weiter werkeln zu lassen, koste es den Buerger was es wolle.

    Nun kann man den Konsumenten Geld fast gratis geben, um zu konsumieren. Aber dies kann doch nie Bestand haben. Konsum sind keine Investitionen, sondern nur Verbrauch. Also auch keine Loesung. Vielleicht hilft diese Geld aber einem Chinesen, um seine Familie zu ernaehren. Aber Strategie wuerde ich dieses Konzept nicht nennen wollen.

    Sind Unternehmen wie BMW, VW, IBM, Apple, Facebook und unendlich viele andere entstanden durch Geldspritzen von Institutionen wie IWF, EZB, FED? Wohl eher nicht :-))) Peinlich und kindlich wenn man glaubt, durch Geld alles loesen zu koennen.

  • die frage sei erlaubt - was machen eigentlich die ganzen kontrollinstanzen die für teures geld installiert wurden. alles in unserem land wird kontrolliert, überwacht, bewertet u.a.m.. trotzdem ergeht man sich in vermutungen ohne konkrete aussagen. sinnlose bürokratie zu lasten derjenigen, die sie finanzieren.

  • Zwar tragen die Banken weltweit, vor allem aber im EWU, schwer an ihren Fehlern aus der Finanz- und Eurokrise. Beide sind weder beendet noch bewältigt.

    Kredite jedoch erhält jedes Unternehmen sofort zu günstigen Bedingungen überall auf der Welt - sofern es solvent, kreditwürdig und zukunftsträchtig daher kommt.
    Die Konditionen sind günstig und jede Bank gibt gern Kredit.

    Unternehmen und Staaten jedoch, die insolvent, vergangenheitsgebunden und träge daher kommen, dürfen - entgegen der Meinung der EZB, des IWF und anderer "Klugschieter" - keinen Cent erhalten.

    Kranke Systeme aber müssen scheitern dürfen, Zusammenbrüche sind nötig für das Entstehen neuer Potentiale. Dies verhindern zu wollen, ist der eigentliche Vorwurf an Politik, und Zentralbanken

  • Banken: alle pleite?

    Das globale Bankstersystem und damit das Schuldgeldsystem hängt nur noch an einem seidenen Faden. Es kann jederzeit zusammenbrechen, weil es praktisch keine gesunden Finanzistitute mehr gibt. Gegen den drohenden Kollaps hilft nur Gold - sagt Wirtschaftsprofessor Antal E. Fekete.

    Prof. Antal E. Fekete ist ein aus Ungarn stammender Wirtschaftsprofessor und lehrt an der Memorial University in Neufundland (Kanada). Seine Aussage:

    "Ich möchte heute über das Bankensystem sprechen. Es ist erstaunlich, dass nur die wenigsten Menschen erkennen, dass das heutige Bankensystem auf der ganzen Welt praktisch zahlungsunfähig ist, eine noch nie dagewesene Situation."

    "Die heutige Situation jedoch ist einmalig, weil es heute praktisch keine gesunden Banken mehr gibt – kreditwürdige Banken, Banken mit soliden Vermögenswerten – Banken, die das Finanzsystem retten könnten, wenn das internationale monetäre System schliesslich zusammenbricht.
    Denn zusammenbrechen wird es mit Sicherheit.
    Aufgrund der Komplexität der Parameter kann ich den Ablauf nicht vorhersagen."

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/08/der-zusammenbruch-des-dollar-kann-inflation-krieg-und-chaos-ausloesen/

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