IWF-Prüfung
Mehr Unterstützung durch EZB nötig

Um die schwächelnde Wirtschaft im Euro-Raum anzuschieben, braucht es mehr Geld von der EZB, heißt es in einem Bericht des Internationalen Währungsfonds. Auch politische Spannungen sorgten für einen gemischten Ausblick.
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Washington/BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) hält angesichts wachsender Risiken im Euro-Raum gegebenenfalls noch mehr geldpolitische Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) für nötig. Wegen der schwächelnden Wirtschaft und der moderaten Teuerung in der Währungszone könne noch zusätzliche Hilfe durch die Geldpolitik erforderlich werden, insbesondere in Form weiterer Leitzinssenkungen, wenn sich die Bedingungen substanziell verschlechtern, erklärte der IWF am Donnerstag zum Abschluss einer Prüfmission für den Euro-Raum.

Der Aufschwung im Euro-Raum sei weiter diffus, schrieb der IWF. Die Inflation werde vermutlich gering bleiben, wobei der Fonds auf einen Druck durch deflationärer Tendenzen verwies. Die Risiken einer Stagnation im Euro-Raum seien gestiegen, verbunden mit der Gefahr wachsender sozialer und politischer Spannungen und von Übersprungeffekten auf die Weltwirtschaft. Die hohe Arbeits- und speziell Jugendarbeitslosigkeit vielerorts könnte die Wachstumspotenziale des Euro-Raums langfristig beschädigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " IWF-Prüfung: Mehr Unterstützung durch EZB nötig"

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  • O-Ton IWF
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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält angesichts wachsender Risiken im Euro-Raum gegebenenfalls noch mehr geldpolitische Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) für nötig.
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    Der IWF wird leider derzeit von den Schuldenkönigen Frankreich und USA personell dominiert.

    Und derart fallen dann eben auch die Äußerungen aus.

    ...

    Nachhaltiges Wachstum gibt es nur aufgrund von Haushaltsdisziplin und marktgerecht bepreisten Produktionsfaktoren.

    Auch wenn Hollande, Lagarde sowie Obama und sein place man das nie kapieren werden.

    ...

    Deutschland sollte sich aus der Finanzierung dieser inkompetenten Organisation schnellstmöglich zurückziehen.

    Wenn die so tun wie sie reden wird man sich mit Sonderziehungsrechten demnächst bestenfalls noch den Allerwertesten abputzen können.

  • Die Lagarde ist Juristin. Die kennt sich nur mit Rechtbeugung aus! Mit Wirtschaft absolut nicht! Aber von solchen Juristen wimmelt es nur so in der Politik...

  • Vielleicht sollte sich Madame Lagarde mal mit der Geschichte beschäftigen.
    1931 wäre da ein gutes Jahr, da kann sie erkennen, wo es hinführt, wenn man laufend Geld druckt

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