IWF: Zentralbanken-Krisenmaßnahmen birgen neue Risiken

IWF
Zentralbanken-Krisenmaßnahmen birgen neue Risiken

Einem IWF-Bericht zur globalen Finanzstabilität zufolge spielen die Notenbanken in Japan, den USA und Europa mit ihren Finanzspritzen ein gefährliches Spiel, das extremere Folgen haben wird, je länger sie es spielen.
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Washington/BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) beurteilt die Wirkung der außergewöhnlichen Zentralbanken-Maßnahmen im Kampf gegen Finanz- und Bankenkrise als positiv, aber risikoreich. Diese Maßnahmen der Notenbanken in Japan, den USA und Europa „scheinen in der Tat die Verwundbarkeiten im heimischen Bankensektor vermindert und auf kurze Sicht zur Finanzstabilität beigetragen zu haben“, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichen Teil des IWF-Berichts zur globalen Finanzstabilität.

Allerdings sollten die Entscheidungsträger im Blick behalten, dass Risiken auf andere Teile des Finanzwesens – Schattenbanken, Pensionsfonds, Versicherungen – verlagert werden und Übersprungeffekte auf andere Länder entstehen könnten.

Die mittelfristige Folgen der außergewöhnlichen Liquiditätsspritzen und Wertpapier-Käufen der Zentralbanken beurteilt der IWF ebenfalls mit Skepsis. „Ungeachtet der positiven kurzfristigen Effekte für Banken sind diese Maßnahmen der Zentralbanken mit Finanz-Risiken verbunden, die umso gravierender ausfallen, je länger dieser Kurs verfolgt wird“, heißt es in dem Bericht. So gebe es bereits Zeichen, dass sich die „Reparatur“ von Banken-Bilanzen verzögert, was auf mittlere Sicht Kredit-Probleme nach sich ziehen könnte.

Insgesamt rät der IWF: „Trotz allem sollte die Geldpolitik so lange sehr unterstützend (für die Konjunktur) bleiben, bis der Aufschwung sich gut gefestigt hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was ist denn daran jetzt neu?
    Und birgen, ok, den Ausdruck kannte ich bisher auch nicht, aber der Sprachgebrauch soll ja schnell ändern, vielleicht bin ich ja schon "zu alt für diese Sch*** " :)

  • Obwohl alle Verfassungsrichter in Karlruhe über die Volkswirtschaftlichen Schäden in Deutschland durch die Einführung des Rettungsschirms ESM aufgeklärt wurden, wurde der Rettungsschirm ESM als europäischer Länderfinanzausgleich in XXL Größe, für die Zockerbuden vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, abgesegnet. Wie in dem Fall Bernard Madoff sieht der Staat hin und tut nichts. Und die hochgejubelten Eurobonds sind nichts anderes als ein europäischer Länderfinanzausgleich in XXL Größe. Damit kollabiert jede soziale Marktwirtschaft.

    Der Euro ist kein Friedensbringer, er versklavt die Bevölkerungen, vernichtet die Souveränitäten der einzelnen Länder und ist ein wahrer Kriegstreiber. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Euro-Raum zerfällt. Die Gemeinschaftswährung wurde als Schneeballsystem für Banken, Börsen und für kranke Typen installiert. Siehe das Video über Bernard Madoff. 150 Jahre Knast! Mit etwas Phantasie sind Parallelen in den Rettungsschirmen zu sehen. Ein Schneeballsystem funktioniert so, in dem ständig neues Kapital hineinfließt. Wie bei den Rettungsschirmen für die Euro-Währung. Was ist, wenn sich tatsächlich ein gigantisches Schneeballsystem hinter dem Rettungsschirmen in Europa verbirgt? Wer soll das herausfinden. Die BaFin ist viel zu blöd dazu, genau wie die SEC in den USA. Karlsruhe hätte gegen den ESM urteilen müssen.

    Zuerst sollten die Banker lückenlos erklären, wo die Milliarden geblieben sind. Was wurde mit den Milliarden gemacht. Das ist die Aufgabe der Bafin dies aufzuklären. Die BaFin wurde wohl bezahlt um nichts zu tun!!!

    http://www.youtube.com/watch?v=W0kwmZ2njz4

    Die Rettungsschirme sind alle Medoff`s Gehilfen in Europa. Schon deshalb gehört der Euro abgeschafft. Die Alternative für Deutschland will den Euro nicht mehr haben.

    Die D-Mark könnte tatsächlich als Parallelwährung existieren. Zudem blieben die Souveränitäten der Länder, die ebenfalls eine Parallelwährung einführen, komplett erhalten.

  • O-Ton Handelsblatt
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    Zentralbanken-Krisenmaßnahmen birgen neue Risiken
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    Seit langem fordere ich das Handelsblatt dazu auf den Volontär der die Überschriften verfaßt auszutauschen.

    Denn Überschriften sollten den Inhalt eines Artikels prägnant zusammenfassen.

    Oft ist das bei Handelsblatt-Überschriften leider nicht der Fall - stattdessen wird irgendein reißerischer Unsinn zusammengeschrieben.

    In diesem Fall läßt sich der Bezug zum Artikelinhalt leider überhaupt nicht ermitteln.

    Denn ein Verb "birgen" gibt es in der deutschen Spache nicht.

    Vielleicht sollte man bei Volontären wenigstens wert auf gute Deutschkenntnisse legen?

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