Jackson Hole
Im Bann der Notenbanken

Die Top-Entscheider der Geldpolitik treffen sich in dieser Woche im amerikanischen Jackson Hole. Schon häufig wurden dort historische Beschlüsse eingeleitet. Auch dieses Mal?
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FrankfurtViele Sparer warten sehnlichst darauf, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ändert. Am kommenden Freitag bietet sich dafür eine gute Gelegenheit. Notenbankchef Mario Draghi wird an einem ganz besonderen Ort sprechen: Im amerikanischen Jackson Hole. Hier in den Rocky Mountains leitete er 2014 den historischen Beschluss der Notenbank ein, massiv Anleihen zu kaufen. Anders als damals wächst die Wirtschaft im Euro-Raum inzwischen wieder kräftig, und die Gefahr einer Deflation, also sinkender Preise, scheint gebannt.

Eigentlich gute Voraussetzungen für einen Kurswechsel, doch die Ausgangslage für den Notenbankchef ist dennoch schwierig. Das liegt vor allem an der massiven Aufwertung des Euros in den vergangenen Monaten. Dagegen hat die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, längst bewältigt, was Draghi noch bevorsteht. Sie wird auf der Konferenz zum Thema Finanzstabilität sprechen.

Vielen EZB-Ratsmitgliedern bereitet vor allem die massive Aufwertung des Euros in den vergangenen Monaten Kopfschmerzen. Ein höherer Wechselkurs dämpft die Wirtschafts- und Preisentwicklung – und könnte so das Erreichen des EZB-Ziels einer Inflation von zwei Prozent gefährden. Daher gehen Analysten eher davon aus, dass sich der Notenbankchef zurückhält.

„Ich erwarte in Jackson Hole keine großen Ankündigungen von Draghi“, sagt Commerzbank-Ökonom Michael Schubert. Der EZB-Präsident werde sich nicht festlegen und den geldpolitischen Kurs offenhalten, glaubt er. Für diese Einschätzung spricht auch das Protokoll der Ratssitzung im Juli. Darin heißt es, der EZB-Rat werde im Herbst über die Zukunft der Anleihekäufe entscheiden. Sollte Draghi schon in Jackson Hole der Diskussion vorgreifen und eine Richtung vorgeben, würde er damit wohl andere Ratsmitglieder verärgern.

Bislang kauft die EZB monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen der Euro-Länder. Damit will sie die Inflation im Euro-Raum in Richtung des mittelfristigen Ziels von knapp unter zwei Prozent treiben. Angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Euro-Zone und einer etwas höheren Inflation rechnen viele Ökonomen damit, dass die EZB demnächst ankündigt, ihre Bondkäufe 2018 schrittweise auslaufen zu lassen.

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Yellen spricht über Finanzstabilität

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  • Damit sich da was ändert, müsste ein kleiner Italiener genau in diesem hole verschwinden.

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