Jens Weidmann
„Politik muss zeigen, wohin die Reise geht“

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht keinen Anlass für eine lockere Geldpolitik. „Vor dieser Wahl sehe ich uns nicht“, sagte er. Zugleich seien die griechischen Risiken für die EZB nie höher gewesen als jetzt.
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BerlinBundesbank-Präsident Jens Weidmann will bei der Sicherung der Preisstabilität in Deutschland keine Kompromisse machen. Weidmann wandte sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gegen die These, dass Deutschland im Zuge des Abbaus der wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa einen deutlich höheren Preisanstieg hinnehmen sollte. „Vor dieser Wahl sehe ich uns nicht“, sagte er.

Anpassungsprogramme im Süden Europas müssten nicht zwangsläufig mit deflationären Prozessen verbunden sein. Ebenso wenig müsse das deutlich mehr Teuerung in Deutschland bedeuten. Ziel des Eurosystems bleibe die Geldwertstabilität im gesamten Euroraum, also ohne gravierenden Unterschiede in den einzelnen Ländern.

Wenn in Deutschland die Inflationsrate zeitweise geringfügig über der durchschnittlichen Teuerung in der Eurozone liegt, dann ist das laut Weidmann kein Widerspruch zu seiner Aussage. Es nannte es eine „Selbstverständlichkeit“, dass in einem Land mit aktuell guter konjunktureller und Arbeitsmarkt-Entwicklung wie in Deutschland „nicht auf Dauer unterdurchschnittliche Inflationsraten“ erreicht werden. „Das heißt aber nur, die Inflationsrate könnte hierzulande zeitweise um Nachkommastellen über dem angestrebten Durchschnitt von knapp zwei Prozent liegen, so wie diese lange Zeit, als die wirtschaftliche Entwicklung schwach war, etwas darunter lag“, unterstrich er.

Der Bundesbank-Präsident warnte zudem davor, bei und wegen der Bekämpfung der Staatsschuldenkrise in Europa Abstriche am Ziel der Geldwertstabilität zuzulassen. Das könne sich die Geldpolitik nicht leisten.

Zugleich sagte der Bundesbank-Präsident, die Grenze der vertretbaren Griechenland-Risiken bei den Notenbanken der Eurozone sei inzwischen erreicht. „Ich würde es in der Tat nicht für richtig halten, wenn das Eurosystem das gegenüber Griechenland eingegangene Risiko jetzt noch weiter erhöht“, sagte Weidmann. Schon die aktuellen Finanzierungshilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) für griechische Banken hätten zu höheren Risiken für die Notenbanken geführt. Zudem drohten der EZB und damit ihrem größten Anteilseigner, der Bundesbank und so dem deutschen Steuerzahler, riesige Verluste aus dem Target-Verrechnungssystem der Zentralbanken, sollte Griechenland die Eurozone verlassen.

Die Frage, ob womöglich die Notenbank letztlich die entscheidende Rolle spiele, ob Griechenland in der Eurozone bleibe oder nicht, beantwortete der Bundesbank-Präsident ausweichend. „Die Geldpolitik will und soll die Entscheidungen der demokratisch gewählten Mandatsträger nicht ersetzen“, sagte er zum einen. Er fügte aber hinzu: „Aber wenn ihr dadurch immer weitere Lasten aufgebürdet werden entsteht ebenfalls ein untragbarer Zustand“.

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  • Goldman Sachs Machteinfluss in Europa alleine:

    http://www.independent.co.uk/news/business/analysis-and-features/what-price-the-new-democracy-goldman-sachs-conquers-europe-6264091.html

  • Weber und Stark haben Deutschland verraten und verkauft.
    Sie haben geschwiegen und wohldotiert den Schwanz eingezogen.

  • Schwachsinn! Die EZB muss die Politik zwingen, in die richtige Richtung zu reisen.

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