Kommentar
Starks schwacher Abgang

Jürgen Starks Rücktritt kommt zur Unzeit. Just in dem Moment, als die Europäische Zentralbank die schwierigsten Moment ihrer Geschichte erlebt, schmeißt nach Axel Weber jetzt der zweite Deutsche an der Spitze der Notenbank hin.
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Warum  flieht  der Chefvolkswirt der EZB  aus seinem Amt? Warum macht  er es jetzt?

Stark steht wie einst Weber wie kaum eine andere Person für die deutsche Stabilitätskultur. Das Vertrauen in die Europäische Zentralbank hat ohnehin im letzten Jahr gelitten. Mit dem Aufkauf von Staatsanleihen  - inzwischen beträgt das Volumen rund  130 Milliarden Euro -  hat die wichtigste europäische Institution im Kampf gegen die Euro-Krise bereits ihre Unschuld verloren. Denn die direkte oder indirekte Finanzierung von Staatshaushalten ist nicht mit den Statuten der Zentralbank vereinbar.

Mit dem Verlust gleich zweier Exponenten,  für die die Solidität des Euro an erster Stelle stand,  verliert die Zentralbank mehr als ihre Unschuld. Sie verliert ihre Glaubwürdigkeit. Und das kann sich Europa in einer Zeit, in der der Euro um sein Überleben kämpft,  nicht leisten.

Kommentare zu " Kommentar: Starks schwacher Abgang"

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  • Spätestens wenn Spanier, Griechen, Franzosen, Italiener und Portugiesen ihre Politiker auf der Straße vor sich hertreiben, dann werden auch Sie merken, dass es keinen einfachen Bail Out gibt. Dann sind alle Strategien von Fr. Merkel/H. Sarkozy kläglich gescheitert, weil sie ihrer Bevölkerung keine weiteren Belastungen verkaufen können, wenn die Nutznießer sich nicht an die Abmachungen halten (was auch verständlich ist). H. Stark stand für die unbequeme aber nachhaltige Lösung, jetzt wird nur Geld gedruckt, dass dann nicht mehr eingesammelt werden kann. 220 Mrd. Scheißanleihen liegen bei der EZB (bei 50% Kursverlust = 110 Mrd. nicht realisierte Verluste). Basel III ist auch noch nicht umgesetzt, da fehlen dem Bankenapparat weitere 200 Mrd. Wer rettet die Retter?
    Was haben wir den vom Euro, wenn man die Waren im Endergebnis verschenken muss, weil die Griechen und andere ihre Bestellungen nicht bezahlen können (vgl. Uboot Deal. Dazu bekommt man noch Handelsungleichgewichte, die womöglich politisch per Handelschranken abgebaut werden müssen. Höhere Importpreise helfen dem Endverbraucher nicht. Arbeitsplätze wachsen im Niedrigstlohnsektor. Nennen Sie einen 7 Euro Job einen Fortschritt? Wer zahlt in 30 Jahren die notwendigen Rentenzuschüsse?
    Der Euro ist eine Missgeburt! Die damit geschaffenen Arbeitsplätze in D destabilisieren die EU, weil es Neid erzeugt, wenn man effizienter arbeitet als die anderen EU Länder.

    Fazit:
    Der Sparer, der Rentner/Pensionär wird die Zeche zahlen müssen, wenn die Schulden inflationiert werden. Mit 2% Anlagezinsen auf 10 Jahren, 2,6% Inflation und lt. SPD 31% Abgeltungssteuer wird der Sparer schleichend enteignet (ca. 1,2% im Jahr). diese Werte werden ohne H. Stark noch stark ansteigen, bie 4% offizieller Inflation verlieren wir schon 2,6%.

  • Zustimmung.
    Ja, so allmählich muß man wohl glauben, dass der Untergang und die Vernichtung Deutsclands von dieser DDR-Frau geplant sind

  • Ihr letzter Absatz bringt es glasklar auf den Punkt.
    Merkel besetzt alles mit Vasallen, da stören solche eigenständigen Menschen mit Charakter. Vor allem solche, die was für Deutschland tun wollen
    Merkel ist schlimmer, als ich je dachte. Es könnte einem da ein böser Vergleich einfallen

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