Kommentar zum Fed-Entscheid
Wie Janet Yellen die Märkte verwirrt

Mit ihrer Entscheidung schickt Fed-Chefin Janet Yellen ein doppeltes Signal an die Märkte. Erst einmal sorgt sie kurzfristig für Beruhigung. Doch der zweite Teil der Botschaft ist eine ganz andere.
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Die US-Notenbank (Fed) hat die erwartete Zinserhöhung noch einmal verschoben. Und damit schickt Fed-Chefin Janet Yellen ein doppeltes Signal an die Märkte. Der erste Teil der Botschaft lautet: Wir lassen euch nicht allein.

Die große Vorsicht der Fed und die Betonung, dass sie die Ereignisse in China sehr genau beobachte, sagen den Anlegern, dass sie sich doch immer noch auf Unterstützung der Notenbank verlassen können. Im August hatte es eine Woche der Panik gegeben, in der die Kapitalmärkte unter dem Eindruck standen, die Absicherung durch die Fed sei weggefallen und damit eine durchgreifende Korrektur der Kurse fällig. Jetzt hat Yellen den Investoren wieder die Hand gereicht.

Der zweite Teil der Botschaft lautet aber: Es ist völlig offen, wie es weiter geht. Viele Ökonomen hatten erwartet, dass Yellen, wenn die Zinserhöhung ausfällt, wenigstens etwas deutlicher diesen Schritt für den Dezember in Aussicht stellt. Aber wenn man genau hinhört, hat sie das nicht getan. Sie lässt letztlich völlig offen, was passieren wird. Und damit verunsichert sie die Märkte zugleich wieder. Die Investoren fragen sich jetzt, ob die wirtschaftliche Lage schlechter ist, als sie bisher angenommen hatten.

So verwirrt Yellen die Märkte durch dieses doppeltes Signal. Kurzfristig sorgt sie für Beruhigung. Aber längerfristig orientierte Investoren müssen weiter darauf warten, dass die Geldpolitik sich normalisiert und sie eine bessere Vorstellung davon bekommen, welche Kurse ohne künstliche Unterstützung der Fed angebracht sind.

Kommentare zu " Kommentar zum Fed-Entscheid: Wie Janet Yellen die Märkte verwirrt"

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  • Herr Old Harold schreibt:(Und was ist in Unmengen bunt bedrucktes Papier schon groß wert?)

    DA MUSS MAN DIESE FRAGE AN DIE EZB WEITER LEITEN !

    Die EZB hat EINE BILLION EURO EINGESETZT...WO IST DER ERFOLG DAFÜR ???

    Und es gibt Stimmen die in der EU noch weitere BILLIONEN VON EURO einsetzen wollen ?

    Man hat in Europa die wichtigste Monaten vor dem Sommer 2015 mit HICK-HACK-POLITIK über Griechenland verloren und dabei die Europäische Unternehmer und Weltwirtschaften verunsichert auf das maximale.

    Die EZB hat sogar vorgegriffen und die 60 MILLIARDEN EURO für die Sommer Monate vorgezogen ?- WO IST IRGENDWO EIN ERFOLG FÜR SOLCHES GELD VERBRENNEN ???

    DIE " FED " kann aktuell zu mindestens beweisen dass es in dem USA einen kleinen Aufwärtstrend gibt...und dass man in dem USA sich wegen eventuell zuvor stehende Unsicherheiten in der Weltwirtschaft etwas gedulden will mit Zinserhöhungen .

    SUPER USA...WEITER SO !...KEINE ZINSERHÖHUNGEN VOR MÄRZ 2016 !

    Denn in Europa ist der Wirtschaftlicher Erdbeben ausgebrochen.

    bereits Frau Nahles verkündet eine Erhöhung der Arbeitslosen zahlen in Deutschland dass eigentlich der europäischer Motor Europas ist !

    WAS SOLLEN INDUSTRIE ARME NATIONEN WIE PORTUGAL oder auch GRIECHENLAND DAZU SAGEN ???- OHNE GELDER FÜR INVESTITIONEN ???

    seien wir darüber froh dass die ganze Anstrengungen der US-GELDPOLITIK nicht durch die EU kaputt gemacht werden.

    Indem etwa der DAX den DOW JONES mit in den Keller zieht.

    Aber dem Europäer fehlt es leichter auf dem Amerikaner zu schimpfen als auf die schlechteste je da gewesene EU-FÜHRUNG in BRÜSSEL.



  • Yellen hat recht:

    Was nichts kostet, ist nichts wert und was nichts wert ist, kostet auch nichts.

    (Und was ist in Unmengen bunt bedrucktes Papier schon groß wert?)

  • Die FED beweist mehr Verstand und Verantwortungs Bewusstsein für den USA zu haben als die " EU " oder auch die " EZB " für das Europäischen Kontinent. DANKE FED !!! Denn irgendwann und dieses schon bald, wird das Europäischen Kontinent erneut wie nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die volle Unterstützung der Amerikaner benötigen. Da ist es dann wichtig dass die USA selbst stabil ist.

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