Konjunktur USA
Inflation zieht leicht an – aber nicht genug

Die Verbraucherpreise in den USA klettern im Juli um 1,7 Prozent, doch vom erklärten Ziel der US-Notenbank Fed ist das noch weit entfernt. Ökonomen hatten mit stärkerer Inflation gerechnet.
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WashingtonDer Inflationsdruck in den USA nimmt leicht zu. Die Verbraucherpreise kletterten im Juli um 1,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Im Juni lag die Teuerung noch bei 1,6 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,8 Prozent gerechnet.

Die US-Notenbank Fed strebt neben Vollbeschäftigung eine Inflation von zwei Prozent an. Die Währungshüter achten dabei besonders auf Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher: Hierbei werden Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert. Dieser Wert verharrte im Juli jedoch bei 1,7 Prozent und damit auch unter der Fed-Zielmarke.

Die Notenbank hat die Zinsen angesichts der rund laufenden Wirtschaft dieses Jahr bereits zwei Mal angehoben – zuletzt im Juni auf die aktuell gültige Spanne von 1,00 bis 1,25 Prozent. Sie hat zudem eine weitere Erhöhung für 2017 ins Auge gefasst. Doch die unerwünscht niedrige Inflation bereitet ihr noch Kopfschmerzen. Im Juli sind zudem die Erzeugerpreise überraschend zum Vormonat gefallen – und zwar um 0,1 Prozent. Dies dürfte die Fed beunruhigen, da diese als ein früher Hinweisgeber für die mögliche Entwicklung der Inflation gelten. Die Notenbank sieht den für einen Aufschwung relativ niedrigen Preisdruck allerdings als vorübergehendes Phänomen an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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