Kredite an spanische Banken
EZB prüft Verstoß gegen eigene Regeln

Die EZB prüft, ob sie gegen ihre eigene Sicherheitsregeln verstoßen hat. Nach einem Medienbericht soll sie spanischen Banken widerrechtlich 16,6 Milliarden Euro geliehen haben.
  • 34

BerlinDie Europäische Zentralbank (EZB) prüft derzeit, ob sie bei der Vergabe von Krediten an Geschäftsbanken gegen ihre eigenen strengen Regeln verstoßen hat. Das bestätigte eine EZB-Sprecherin am Sonntag. Die Zeitung "Welt am Sonntag" hatte berichtet Geschäftsbanken hätten von der Notenbank Kredite von bis zu 16,6 Milliarden Euro erhalten, obwohl sie das Geld nicht hätten bekommen dürfen. Die dafür als Sicherheiten verpfändeten spanischen Staatsanleihen erfüllten die Anforderungen der Zentralbank nur teilweise.

Als Beispiel nennt das Blatt die Bewertung spanischer Staatsanleihen mit bis zu 18 Monaten Laufzeit, sogenannte T-Bills. Bei der EZB würden sie in der höchsten Bonitätsklasse geführt. Das bedeute, dass die EZB für diese Papiere nur mit einem Risikoabschlag von 0,5 Prozent kalkuliere, schreibt die Zeitung. Doch die T-Bills erfüllten die Bedingungen für diese erste Bonitätsklasse nicht mehr. Papiere über 66,5 Milliarden Euro seien eigentlich nur zweitklassig und müssten daher nach den EZB-Regeln mit einem höheren Abschlag von 5,5 Prozent versehen werden, was deutlich weniger Kredit für die Banken bedeuten würde.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kredite an spanische Banken: EZB prüft Verstoß gegen eigene Regeln"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @ Anleihenspezialist
    Kennen Sie denn einen Wirtschaftsjournalisten? Gibt es überhaupt noch welche? Ich sehe nur Werbefuzzies mit informationsgestützter Meinungsbildungsfunktion.

  • @ Eurowahn
    Warum soll man von der Presse enttäuscht sein? Der Enttäuschung geht nicht selten die Hoffnung voraus. Was erhoffen Sie sich aber von der Presse, wenn Ihnen selbst klar ist, dass sie auch nur das Lied derer singt, dessen Brot sie ist – der Großkonzerne und der Finanzindustrie?! Das Handelsblabla gehört ganz klar zu dieser Presse und dessen Journalisten betreiben Meinungs- und Stimmungsmache in allen Facetten und bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Sicherlich sickern dabei auch hin und wieder ein paar wertvolle Informationen durch und vielleicht lesen ja nur deshalb noch viele hier mit. Schließlich ist es heute kaum noch möglich, kostengünstig und aufwandsarm an verlässliche Informationen zu gelangen. Diese sind in der Regel durch Interessenvertretung vernebelt.
    Was kann man auch anderes erwarten, wenn die Verbreitung von Informationen zum Abfallprodukt verkommt, weil niemand mehr dafür bezahlten will. Das hat sich aber der Journalismus zum Teil selbst eingebrockt, als er anfing, sich der Werbung anzubiedern und irgendwann keiner mehr sicher sein konnte, dass er für Informationen und nicht für Werbung bezahlt hat.

  • Juristen sind BETRÜGER und KIDNAPPER nach den Vorgaben des § 235 (1) und (4) StGB! Und es wird hier auch keine Verhandlunsglösungen geben sondern nur eine der mit dem aufknüpfen der Regierung __au _erkel endet.

    http://central.banktunnel.eu/wahl-pure-provokation-antideutscher-rassisten-anno.jpg

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%