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Draghi verspricht Geldschwemme - Börse jubelt nur kurz

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+++ Euro-Kurs fällt +++

Nach dem Zinsbeschluss der EZB ist der Euro am Donnerstag auf Talfahrt gegangen. Die Gemeinschaftswährung fiel auf 1,3560 Dollar von knapp über 1,36 Dollar kurz vor der Zinsentscheidung. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang Februar. Der Dax zog auf 9971 Punkten von zuvor etwa 9960 Zählern an. Damit lag er 0,5 Prozent im Plus. Der EuroStoxx50 legte 0,8 Prozent auf 3263 Punkte zu. Noch Anfang Mai war der Euro auf dem Weg zur 1,40 Dollar-Marke gewesen. Doch dann signalisierte EZB-Chef Mario Draghi die bevorstehende Lockerung der Geldpolitik für Juni.

+++ Weitere Maßnahmen in der PK +++

EZB: „Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des geldpolitischen Transmissionsmechanismus werden in der Pressekonferenz um 14.30 Uhr angekündigt.“ Die Spannung steigt!

+++Dax steigt auf Allzeithoch +++

Unmittelbar vor Bekanntgabe der Zinsentscheidung der EZB ist zieht der Dax um bis zu 0,6 Prozent auf 9982,68 Punkte an. Händler sagen, die Nervosität sei hoch. Der Euro liegt knapp über 1,36 Dollar, der Bund-Future notiert zwölf Ticks im Plus bei 146,05 Punkte.

+++ EZB senkt den Leitzins und führt Strafzins ein +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt. Das teilte ein Sprecher der Währungshüter am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Zugleich beschloss die EZB einen Strafzins von minus 0,1 Prozent für Geldreserven, die die Banken bei der EZB zwischenlagern, statt sie Unternehmen als Kredite zur Verfügung zu stellen.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent

Kommentare zu " Liveblog: Draghi verspricht Geldschwemme - Börse jubelt nur kurz"

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  • Die Pläne von Bazooka und dicker Berta von Draghi dienen ja dem einzigen Ziel und die Botschaft ist klar: Die „strengen Haushaltsregeln“- das heisst aufmachen der Schleusen für weitere Schuldenzuwächse – sollen gelockert werden, damit Geld frei wird für dringend benötigte Wachstumsimpulse, und zwar nicht nur in Frankreich, wo gerade die Schlüsselindustrie zusammenbricht und Südeuropa, sondern auch in Nordeuropa, weil bisher weder das Securities Markets Programme (SMP) von 2009 noch die Folgeprogramme ESFS, ESM und „Outright Monetary Transactions“ (OMT)-Programm der EZB, über die bereits Milliarden oder vielleicht sogar Billionen – wieviel weiß vielleicht nicht mal der EU-Politiker Draghi selbst – in den Sand gesetzt worden sind. Die Pferde können zwar zur Tränke geführt werden, aber saufen müssen sie selbst, sagt Keynes; das ist nicht nur das Problem von Draghi, sondern seit dessen Einsetzung als Übervater von Kommission, Ministerrat und Parlament auch das Problem Europas, und zwar vor allem seiner Menschen. Denn das Volk büßt immer, was die Könige tun, sagt Horaz. Und gerade die Deutschen wissen ja aus eigener leidvoller Geschichte, wohin das führt; zum Beispiel durch Studium des Programms „Mofa (Metall-Forschungs-GmbH)-Wechsel“ und seiner Folgen des ehemaligen Reichsbank-Diktators Hjalmar Schacht: eine Erholung der Wirtschaft durch Rüstung zu erweitern und durch extensive Schuldausweitung die bestehende Sozialordnung in einer diktatorischen Weise zu zerstören oder zu Gunsten neokapitalistischer Dynastien umzugestalten: Auf diesem Wege ist ja Europa schon seit 2000 (siehe – ILO-Bericht) Dies ist die Alternativlosigkeit, die Marionette Merkel immer so fest betont; und da soll mir einer sagen, Geschichte wiederholt sich nicht: In seinen negativen Merkmalen immer!!! Und immer sind auch die Menschen dabei und stimmen mit zu, damals dem Hitler und heute Mutti Mainstream von der CDU/CSU.

  • @Fat_Bob_Ger1
    Es bezog sich nicht auf die Haushaltspolitik sondern auf die Europapolitik mit ihren unhaltbaren Forderungen für die Südländer.

  • "Unsere" Kalnzlerin ist Physikerin - oder? Fundierte Kenntnisse als Volkswirtschaftlerin wären wohl angebrachter!!
    Draghi ist EU-Südländer und so verhält er sich auch. Unsere auchfür die Altersvorsorge gedachten Ersparnisse bringen: NICHTS !!!! Hallo, da müssen sämtliche Alarmsignale losgehen.
    Es ist schon widerlich und peinlich wie auf die AFD herumgeprügelt wird. Herr Lucke, kämpfen Sie weiter !!!

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