Mario Draghi
„Die Inflation wird leicht negative Raten aufweisen“

Die EZB strebt knapp zwei Prozent Inflation als optimalen Wert für die Währungsgemeinschaft an. Im März stagnierten die Preise allerdings. Nun hat Mario Draghi über seine Erwartungen für die nächsten Monate gesprochen.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) rechnet in den kommenden Monaten mit einer anhaltend schwachen Preisentwicklung im Euro-Raum. „Die Inflation in der Euro-Zone wird wahrscheinlich in den nächsten Monaten leicht negative Raten aufweisen, bevor sie im späteren Jahresverlauf 2016 zu steigen beginnt“, erklärte Notenbank-Präsident Mario Draghi am Freitag beim Internationalen Währungs- und Finanzausschuss (IMFC) in Washington laut redaktioneller Fassung. Draghi erwartet demnach, dass danach die Teuerungsraten weiter anziehen werden. Dazu trage auch die Geldpolitik der Notenbank bei.

Draghi zufolge müssen die Währungshüter unter anderen sicherstellen, dass die sehr niedrige Inflation nicht auf die Löhnentwicklung durchschlägt. „Der EZB-Rat hat und wird innerhalb seines Mandats weiterhin alles tun, um sein Ziel der Preisstabilität zu verfolgen.“ Die EZB strebt knapp zwei Prozent Inflation als optimalen Wert für die Währungsgemeinschaft an. Im März stagnierten die Preise allerdings, nachdem sie im Februar sogar um 0,2 Prozent gesunken waren.

Der Ausblick für die Euro-Zone sei von Unsicherheiten geprägt, sagte der Italiener weiter. Dazu zählte er schwächere Wachstumsaussichten in Schwellenländern, die Entwicklung der Ölpreise und geopolitische Risiken. Er erwarte, dass die Leitzinsen weiterhin für längere Zeit sehr niedrig bleiben werden – weit über die Zeit des aktuellen Anleihekaufprogramms hinaus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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