Mario Draghi: Die Wirtschaft benötigt weiter geldpolitische Hilfe

Mario Draghi
Die Wirtschaft benötigt weiter geldpolitische Hilfe

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist nach Ansicht von EZB-Präsident Mario Draghi weiterhin auf die Unterstützung der Notenbank angewiesen. Die Inflation soll sich wieder nachhaltig bei zwei Prozent einpendeln.
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Frankfurt/BrüsselDiese Hilfe sei notwendig, damit sich die Inflation wieder nachhaltig dem Ziel von knapp zwei Prozent annähere, sagte Draghi am Montag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel. Der Inflationsanstieg im Dezember und Januar gehe vor allem auf statistische Basiseffekte sowie teurere Energiepreise zurück.

Draghi zufolge ist die Europäische Zentralbank (EZB) bereit, bei ihren umstrittenen Anleihenkäufen in puncto Volumen oder Laufzeit nachzulegen, falls die Inflationsentwicklung nicht mit den Zielen der Währungshüter übereinstimmen sollten. Die Teuerung im Währungsraum war im Januar auf 1,8 Prozent nach oben geschnellt.

Im Dezember hatte die EZB die Käufe noch einmal um neun Monate bis Ende 2017 verlängert. Allerdings soll das monatliche Kaufvolumen ab April von 80 auf 60 Milliarden Euro sinken. Kritikern des Programms wie Bundesbankchef Jens Weidmann geht das nicht weit genug. Sie verweisen auf die anziehende Inflation und fordern einen schnelleren Ausstieg.

Die EZB dagegen führt die derzeit steigende Inflation vor allem auf den höheren Ölpreis zurück - und hält diesen Effekt für temporär. Sie will abwarten, ob sich der Aufwärtstrend stabilisiert. Zu Jahresbeginn 2016 war der Ölpreis unter 30 Dollar pro Barrel gerutscht - inzwischen notiert er bei rund 55 Dollar. Da der Ölpreis Anfang 2016 so niedrig war, steigen die Preise im Vergleich nun stärker. Die um besonders schwankungsanfällige Güter wie Tabak, Lebensmittel und Energie bereinigte Inflation, die so genannte Kernrate, betrug lediglich 0,9 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mario Draghi: Die Wirtschaft benötigt weiter geldpolitische Hilfe "

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  • @Herr Günther Schemutat

    Das sagen Sie mal einem Vampir, der ständig nach Blut lechzt.

    Es kann ja überhaupt nicht sein, dass bei permanent steigender Geldmenge und damit einhergehender Inflation der Ölpreis automatisch immer günstiger wird. Aber Mafio Draghi wird schon dafür sorgen, dass der Euro wieder in ungeahnte Höhen klettert und der Ölpreis in Dollar wieder so günstig wird, dass das importierte Öl auch weiter rausgerechnet werden muss.

    Oder haben sie daran Zweifel?

  • @Renatus Isenberg 06.02.2017, 17:27 Uhr

    Ihre Sorge wegen der Revolution ist unbegründet. Gerade wir in Deutschland sind über die vielen Jahrhunderte von unseren geliebten Königen und Fürsten über die Währung betrogen worden. Insbesondere die Kriege sind in Deutschland immer über Münzverschlechterung bzw. Geldentwertung bezahlt worden, siehe den 7-jährigen unseres Großen Friedrich.

    Wir sind so an Währungsreformen gewöhnt, dass wir bei der nächsten gar nicht zucken werden. Das weiß ja auch der Herr Draghi.

  • Den Ölpreis als temporär zu sehen , ist völlig falsch. Wir werden sehen das der Ölpreis wieder steigt und steigt denn die Abnahmemengen in Asien lassen nicht nach sondern steigen. Mittlerweile ist das Drucken von ungeheuren Mengen von Geld der EZB um sie Schuldenstaaten zu geben und ihre Schrottpapiere aufzukaufen einfach sozialer Ausverkauf Europas. Wenn man das Geld auf alle Europäer verteilt ,die am Rande des Existenzminimum leben , würde das den
    Binnenmarkt einheizen ,die Preise und die Steuern steigen und alle wären zufrieden. So wird das Geld von Staaten dazu benutzt Schulden zu bezahlen um dann wieder nach Geld zu fragen.

    Wie ein Vogelnest mit Jungen , kaum gefüttert schreien sie nach neuem Futter.

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