Mario Draghi zu Inflation

EZB-Chef sieht Zielmarke erst 2018 erreicht

Seit mehr als drei Jahren versucht die Europäische Zentralbank die Inflation anzutreiben. Die Zielmarke von zwei Prozent wird laut EZB-Chef Draghi aber frühestens 2018 erreicht. Im Dezember sollen neue Schritte geprüft werden.
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Der EZB-Präsident verteidigt seine ultralockere Geldpolitik. Quelle: dpa
Mario Draghi

Der EZB-Präsident verteidigt seine ultralockere Geldpolitik.

(Foto: dpa)

MadridDie EZB wird ihrem Präsidenten Mario Draghi zufolge zwischen 2018 und 2019 wieder ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent erreichen. Trotz der vielen Krisen in den vergangenen paar Jahren habe die Notenbank ihren Weg beibehalten, sagte Draghi in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der spanischen Zeitung „El Pais“. Er gehe davon aus, „dass die Inflation zwischen 2018 und 2019 auf ein Niveau zurückkommen wird, dass mit unserem Ziel nahe zwei Prozent übereinstimmt.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfehlt ihr Inflationsziel bereits seit Frühjahr 2013. Im Oktober waren die Verbraucherpreise in der 19-Ländergemeinschaft lediglich um 0,5 Prozent gestiegen. Die EZB will eigene neue Inflationsprognosen für das Jahr 2019 zu ihrer Zinssitzung am 8. Dezember veröffentlichen.

Dann dürfte die Notenbank auch entscheiden, ob sie ihre in Deutschland umstrittenen massiven Anleihenkäufe auch nach März 2017 fortführen will. Draghi sagte der Zeitung, die Notenbank werde das zur Erreichung ihres Inflationsziels erforderliche, sehr erhebliche Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung beibehalten. „Wir können die angemessene Ausrichtung über verschiedene Kombinationen von Instrumenten erreichen“, sagte Draghi. Dabei nannte der EZB-Präsident den monatlichen Umfang der Anleihenkäufe und auch ihre zeitlich Erstreckung. „Ich möchte der Debatte über die verschiedenen Optionen nicht vorgreifen.“

Draghi zufolge ist die ultralockere Geldpolitik aktuell notwendig, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen. Die niedrigen Zinsen seien „wesentlich“ für eine vollständige Erholung. „Und wenn dies erreicht ist, werden die Zinsen steigen“, sagte der Italiener.

Was ist teurer und was billiger geworden?
Butter
1 von 10

Das beliebte Streichfett ist vielseitig einsetzbar: Zum Backen, Braten oder einfach nur als Aufstrich. Leider ist es im Oktober 2016 rund 21,7 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Dann doch lieber Margarine.

Betriebssysteme oder andere PC-Anwendersoftware
2 von 10

Ob nun Windows oder IOS, zur optimalen Handhabung benötigt jeder Computer ein Betriebssystem. Dementsprechend erscheinen regelmäßig neue Versionen der altbekannten Begleiter. Allerdings sind sie im Oktober 19,8 Prozent teurer als im selben Monat des Jahres 2015. Ein Jammer für jeden Computer Enthusiasten.

Olivenöl
3 von 10

Ganze elf Prozent Teurer als im Vorjahr. Dann doch lieber das klassische Rapsöl.

Digitale Kameras
4 von 10

Ob nun Canon oder Nikon, die klassischen Fotoapparate sind oftmals beliebte Urlaubsbegleiter. Bei einer Preiserhöhung von 10,8 Prozent allerdings wesentlich teurer als im Vorjahr. Das persönliche Smartphone ist ja auch nicht schlecht.

Apfelsaft
5 von 10

Das gesunde Gegenstück zu Limonaden ist leider rund 9,7 Prozent teurer als im Vorjahr. Doch statt jetzt zu süßen Limonaden zu greifen, sollte man sich doch lieber für ein erfrischendes Wasser entscheiden. Der Preis hat sich nicht großartig verändert und es enthält noch weniger Zucker.

Tomaten
6 von 10

Das Strauchgewächs lässt sich vielseitig verarbeiten. Bei einer Preissenkung von 14,5 Prozent kann man ruhig häufiger zu greifen und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Milch
7 von 10

Selbst der Klassiker kostet weniger als im Vorjahr. Und das sogar gute 15,1 Prozent.

  • rtr
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