Michel Barnier

EZB soll Banken an die Kandare nehmen

Geht es nach Michel Barnier, wird eine mit Aufsichtsrechten versehene EZB das Herzstück der geplanten Bankenunion werden. Der EU-Binnenmarktkommissar will alle Banken der Eurozone bis 2014 ans Gängelband legen.
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EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Quelle: dapd

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

(Foto: dapd)

BrüsselEU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will eine mit machtvollen Aufsichtsrechten ausgestattete EZB zum Herzstück der geplanten Bankenunion machen. „Wir sind überzeugt, dass alle Banken zentral kontrolliert werden müssen“, skizzierte der Franzose die vorgesehene Rolle der Europäischen Zentralbank im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Die Währungshüter sollen demnach künftig mehr als 6.000 Banken in der Eurozone überwachen. Für die Geldhäuser der 17 Euro-Länder werde die Kontrolle verpflichtend sein, Staaten außerhalb der Währungsgemeinschaft könnten sich freiwillig anschließen. Doch Widerstand aus Deutschland ist vorprogrammiert.

„Wir werden die Notenbank mit allen erforderlichen Instrumenten ausstatten, um die Banken effektiv zu beaufsichtigen“, sagte Barnier der Zeitung. Einzelne Aufgaben könnten jedoch an die nationalen Kontrollbehörden delegiert werden, die bereits existierende Europäische Aufsichtsagentur EBA bleibe derweil für die Banken aller 27 EU-Länder zuständig. Als demokratische Kontrollinstanz für die neue Zentralaufsicht empfahl Barnier das Europäische Parlament.


Seinen Plan, den der Franzose am 12. September offiziell vorstellen möchte, will Barnier schnellstmöglich umsetzen. „Bereits vom 1. Januar 2013 an sollen alle Banken zentral kontrolliert werden, die vom Euro-Rettungsfonds gestützt werden“, sagte er weiter. „Ab 1. Juli 2013 werden zusätzlich alle großen, systemrelevanten Banken beaufsichtigt, und von Januar 2014 an alle Banken“.

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9 Kommentare zu "Michel Barnier: EZB soll Banken an die Kandare nehmen"

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  • Bedauerlichweise hinkt Michel Barnier, wie so mancher
    schlafmützige EU-Kommissar, den Ereignissen hinter-
    her, oder spielt er nur so?
    Die Kontrolle über die Finanzgeschehnisse im EU-Raum
    hat längst Lloyd C. Blankfein von Goldman Sachs, dem
    man als Oberfuchs die Türe zum EZB Hühnerstall sperr-
    angelweit geöffnet hat, übernommen, wobei seine zwei Unterfüchse Draghi und Asmussen dafür sorgen werden,
    daß keine einzige Feder des Deutschen Steuerzahlers
    übrig bleiben wird!

  • Nach bisher unbestätigten Gerüchten soll die neue Bankenaufsicht unter dem neu zu schaffenden Europäischen Ministerium für Bankensicherheit (BaSi) geführt werden.

  • man mus die EU mal an die Kandare nehmen....Brüssel ist nich weit von Aachen..

  • Wir sind überzeugt, dass alle Banken zentral kontrolliert werden müssen“, skizzierte der Franzose Michel Barnier die vorgesehene Rolle der Europäischen Zentralbank (Zitat)
    Das heißt nichts anderes den „ Bock zum Gärtner machen“. Die Macht der ganzen EU ist dann praktisch der EZB zugewiesen. Draghi ist dann der „King“ der EU. Ein solcher Schwachsinn kann nur vorgeschlagen werden, um den Rest der Selbstbestimmung der einzelnen Nationen endlich an die Kandare legen zu können.
    (Napoleon lässt aus dem Himmel herzlich grüßen!)

  • Doch bitte nicht den Bock zum Gärtner machen. Die EZB kämpft doch schon lange dafür, mit lauteren uns unlauteren Mitteln die EU-Schuldenstaaten mit frischem Geld zu versorgen. Das wäre für die EZB nur eine weitere Geldquelle, aus der sie schnellstens umverteilen würde. Die EZB hat ihr Renommee und ihre Akzeptanz mit Draghi verloren.

  • Die gesamte Macht an die EZB zu geben, das halte ich für falsch. Wenn es dann mal nicht alles so läuft wie es von der EZB vorgesehen war, kann die EZB mit der Gelddruckmaschine diese Fehler verstecken.
    Wie in den USA die FDIC seit 1933 die Banken kontrolliert, muß auch in Europa eine unabhängige Behörde alle Banken unter die Lupe nehmen. Die EZB muß die dafür nötigen Informationen liefern.
    siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/FDIC

  • Wenn alle Banken kontrolliert werden, sind alle Einlagen und Schulden allen Konten der EZB bekannt. Sicher hat man dann EDV-technisch Zugriff auf alle Kontendaten, sonst würde das keinen Sinn machen.
    Die Frage ist nur, wieso diese Herkulesaufgabe bis Januar 2014 abgeschlossen sein soll. Das sind nur knapp eineinhalb Jahre. Der Zugriff der EZB auf alle Konten kann eigentlich nur einer Währungsreform dienlich sein, ansonsten wäre es ein übeflüssiger Selbstzweck, weil die Kontrolle der Großbanken vollkommen ausreicht. Ich gehe ohnehin vom Zerbrechen der Eurozone aus, und nach diesem Artikel gehe ich von der konkreten Vorbereitung einer Währungsreform aus. Eineinhalb Jahre kann man das Schuldenkarussel unter den bisherigen Bedingungen noch weiterbetreiben, aber für den Sanktnimerleinstag ist das bisherige "System" nicht geeignet. Zur Eurokrise alle Details auf www.fortunanetz.de

  • ja, geht der EZB die Kontrolle
    Wie in der USA mit der FED schon üblich.

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    Volker - die FED ist die heimtückischte Gruppe von allen
    Mittwoch, 22. August 2012 , von Freeman um 10:00

    Paul Volker wurde von Luke Rudkowski von "We Are Change" New York zu seiner Teilnahme bei Bilderberg gefragt. Er sagte, er wäre schon lange nicht mehr zu Bilderberg eingeladen worden. Nach dem Luke nachhakt und ihn mit seiner Mitgliedschaft bei den Gruppen Council on Foreign Relations und der Trilateralen Kommission konfrontiert, welche seiner Meinung nach die Finanzkrise zu verantworten haben, antwortet Volker:

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    "Ich bin ein Mitglied der Federal Reserve, welche die heimtückischte ist!"
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  • Klingt gut. Aber etwas Gutes aus Brüssel - das kann doch nicht sein - wo ist der Haken?

    Man könnte Kontrolle natürlich noch definieren - welche Regeln, welches Ziel?

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