Milliarden für die Regierung
US-Notenbank verpasst Rekordgewinn nur knapp

Seit Beginn der Krise bescheren die Sonderprogramme der Fed dem US-Fiskus hohe Renditen. Noch zahlen sich die größeren Risiken also aus – auch wenn der Gewinn 2011 etwas niedriger ausfällt als 2010.
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New York/FrankfurtDie US-Notenbank Federal Reserve hat im vergangenen Jahr einen neuerlichen Rekordgewinn nur leicht verfehlt. Für 2011 wies die Fed ein Plus von 78,9 Milliarden Dollar nach 80,9 Milliarden Dollar im Vorjahr aus.  Für 2011 werde sie 76,9 Milliarden an den amerikanischen Fiskus überweisen, teilte US-Zentralbank mit.

Die vergangenen beiden Jahre sind Ausnahmeerscheinungen in der Gewinnreihe der mächtigsten Notenbank der Welt. Zuvor hatte das Jahresergebnis kaum 30 Milliarden Dollar überschritten.

Grund für den in den vergangenen Jahren gestiegenen Überschuss sind die Käufe von Anleihen der US-Regierung sowie von Hypothekenpapieren der Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae. Dadurch griff die Zentralbank erst den US-Banken und später der schwächelnden Konjunktur unter die Arme.

Durch die Programme verdreifachte sich die Bilanzsumme der Bank nahezu auf 2,9 Billionen Dollar. Vor allem Zinszahlungen aus diesen Beständen tragen nach Angaben der Fed zu dem Ergebnissprung bei. Bislang scheinen diese Zahlen Kritiker zu widerlegen, die der Fed vorwerfen, zu große Risiken einzugehen.

Aber auch die Swaplinien für ausländische Notenbanken lassen in Washington die Kassen klingeln. Seit dem Beginn der Finanzkrise 2007 hatte die Fed vor allem europäischen Zentralbanken immer wieder für begrenzte Zeit Dollar im Gegenzug für deren Devisen überlassen, damit diese den europäischen Banken dringend benötigte Dollarbestände leihen konnten. Am Ende dieser im Finanzmarkt als „Swaps“ bezeichneten Geschäfte, wurde jedes Mal eine Gebühr fällig. Insgesamt kamen dabei nach jüngsten Aussagen eines Fed-Offiziellen stattliche sechs Milliarden Dollar zusammen.

Zum Vergleich: Die EZB erzielte 2010 einen Überschuss von 1,334 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr 2009 hatte sie mit einem Überschuss in Höhe von 2,218 Milliarden Euro  abgeschlossen.

Die Deutsche Bundesbank hat im Geschäftsjahr 2010 einen Jahresüberschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt, nach 4,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss wurde  in voller Höhe an den Bund abgeführt. „Der Grund für den Rückgang des Gewinns ist vor allem eine höhere Risikovorsorge“, hatte der damalige Bundesbankpräsident Axel Weber erklärt. Die EZB und die Bundesbank werden ihre Zahlen für 2011 erst im weiteren Jahresverlauf bekannt geben.

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