Nach Jahrelanger Deflation
Japanische Notenbank hält an Geldpolitik unverändert fest

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hält weiter an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Japan hat ein moderates Wachstum durch einen leichten Aufschwung im Export, der sich durch die Abschwächung des Yen erholt.
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TokioTrotz aufgehellter Konjunkturperspektiven ist Japans Notenbank (BoJ) zufolge die Zeit für Zinserhöhungen noch lange nicht gekommen. Sie teilte am Dienstag mit, die Wirtschaftserholung sei zwar auf Kurs. Aber BoJ-Chef Haruhiko Kuroda signalisierte, dass die Währungshüter die Zügel nicht allzu bald straffen werden. Denn das Inflationsziel von zwei Prozent sei noch „in weiter Ferne”. „Daher ist es angemessen, die Politik der geldpolitischen Lockerung kraftvoll fortzusetzen”, sagte der oberste Währungshüter. Fallende Preise und sinkende Löhne haben die Wirtschaft des Fernostlandes lange Zeit gelähmt.

Japan versucht seit Jahren, mit Nullzinsen und massiven staatlichen Konjunkturhilfen den Teufelskreis der Deflation zu durchbrechen. Die Notenbank hatte dabei zunächst auf die schiere Durchschlagskraft ihres massiven Wertpapierkaufprogramms gesetzt. Seit dem Herbst hat sie den Kurs nachjustiert und konzentriert sich bei Anleihenkäufen stärker auf die Renditen der Bonds. Das Volumen der Transaktionen ist nicht mehr entscheidend. So soll die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf dem Niveau von rund null Prozent stabilisiert und diejenige kürzer laufender Titel einen Tick tiefer gehalten werden. Dieses Feinsteuerungsmanöver kommt letztlich den Banken zugute, die wegen der niedrigen Zinsen im klassischen Kreditgeschäft kaum noch etwas verdienen.

Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank war jedoch die Rendite der zehnjährigen japanischen Anleihe kurzzeitig leicht angestiegen. Dies hatte Spekulationen ausgelöst, die BoJ könnte ihr angestrebte Zielmarke ebenfalls um einen Tick anheben. Kuroda schob solchen Überlegungen jedoch einen Riegel vor. Das Renditeziel müsse nicht stets punktgenau getroffen werden.

Nach der US-Zinserhöhung ist der Yen im Verhältnis zum Dollar geschwächt worden - ein Trend, der bereits seit den US-Wahlen anhält. Der Verfall der Landeswährung sei allerdings nicht exzessiv und derzeit kein Problem, sagte Kuroda. Ökonom Hiroaki Muto vom Tokai Tokyo Research Center geht davon aus, dass dem Notenbankchef die Schwäche der Landeswährung insgeheim gelegen kommt: „Er dürfte mit den jüngsten Marktbewegungen zufrieden sein.” Der Hintergrund: Die Ausfuhrwirtschaft verspürte zuletzt Aufwind - auch beflügelt von der Schwäche des Yen, die Produkte 'Made in Japan' im Ausland wettbewerbsfähiger macht.

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Kommentare zu " Nach Jahrelanger Deflation: Japanische Notenbank hält an Geldpolitik unverändert fest"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    TRAUTMANN

    Danke

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