Nach Rücktritt bei der SNB: Ein Job für Joe?

Nach Rücktritt bei der SNB
Ein Job für Joe?

Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Philipp Hildebrand, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenz aus umstrittenen Devisengeschäften. Eine offene Stelle für Josef Ackermann?
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Bern/DüsseldorfDer Kauf von rund 500.000 Dollar über ein privates Familienkonto kurz vor einer wichtigen geldpolitischen Entscheidung der Notenbank ist Präsident Philipp Hildebrand zum Verhängnis geworden. Nach wochenlanger Diskussion erklärte er am Montagnachmittag seinen sofortigen Rücktritt. Die Leitung der Schweizerischen Nationalbank sollte kommissarisch durch seinen Stellvertreter Thomas Jordan übernommen werden, sagte Hildebrand. Letztlich wird das Parlament in Bern bestimmen, wer Hildebrand folgt.

In Frankfurt wird der Rücktritt Hildebrands und die einsetzende Diskussion um seine Nachfolge allerdings bereits schon jetzt aufmerksam verfolgt. Der Grund: Der Schweizer Josef Ackermann, noch Vorstandschef der Deutschen Bank, aber ab Mai ohne Aufgabe bei seinem jetzigen Arbeitgeber, könnte ein möglicher Kandidat sein. Vertraute aus Ackermanns Umgebung beschwichtigten allerdings: Es sei noch zu früh, um an so etwas überhaupt zu denken. Immerhin: Ackermann hat sich in den vergangenen Wochen mehr als Staatsmann, denn als Unternehmenschef präsentiert. Die Aufgabe in der Schweiz könnte nach seinem Geschmack sein. Und dann gibt es auch ähnlich verlaufende Karrieren wie die von Axel Weber. Der ehemalige Bundesbankpräsident beschreitet den Weg andersherum und wird im Frühjahr Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS.

Hildebrand begründete seinen Rücktritt damit, dass er keinen abschließenden Beweis habe erbringen können, eine umstrittene Devisentransaktion Mitte August nicht selbst getätigt zu haben. Vielmehr habe seine Frau Kashya ohne sein Wissen gehandelt, sagte der Notenbankpräsident am Montagnachmittag während einer Pressekonferenz in Bern. Er gebe sein „Ehrenwort“, dass nicht er den Auftrag zum Kauf der Dollar gegeben habe. Dennoch trete er mit sofortiger Wirkung zurück, da ein Notenbankchef auf absolute Glaubwürdigkeit angewiesen sei.

In SNB-Kreisen heißt es, dass die jetzt bekannt gewordenen Dokumente den Rückhalt für Hildebrand im Aufsichtsorgen Bankrat am Wochenende bröckeln ließen. Der Rücktritt scheint damit nicht ganz so freiwillig, wie es offiziell kolportiert wird.

Hildebrand ließ am Abend den Schriftverkehr zwischen dem Ehepaar Hildebrand und ihrem Berater Felix S. von der Bank Sarasin ins Netz stellen. Darin findet sich auch eine Gesprächsnotiz des Bank-Beraters vom 15. August, die in der Tat neue Zweifel nährt. Denn im dem Punkt C der Notiz schreibt der Berater, dass Hildebrand ihn selbst angewiesen habe, "die Erhöhung des US-Dollar-Exposures in Erwägung zu ziehen, aber er würde seiner Frau Kashya die Entscheidung überlassen."

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  • Die brauchen an der Spitze einen Banker. Mit der Vorgabe: 25 % Rendite lassen sich die Schweizer Nationalbanker nicht beeindrucken. Die haben auch kein Interesse daran, die Geburtstagsfeiern zu bezahlen. Die Schweizer haben schon qualifiziertere Anforderungen an einen Kandidaten.

    Vielleicht wäre auch einmal ein Ausländer, Axel Weber, für die weltoffene Schweiz nicht die schlechteste Besetzung?

  • Und gegen wen hast du dich verschworen? - Gegen die ersten zwei Kommentatoren? Ach ne, Verschwörungen gibt es ja nicht, hab ich ganz vergessen. Nur, wenn mein Sohn und meine Tochter sich in der Vorschule dazu verabreden und sich einen Plan aushecken, wie sie der kleinen Karla von nebenan die Kaugummis klauen könnten und wie sie damit anschließend, wenn sie ausgekaut sind, den Lehrer am Sessel festkleben könnten, aber bitte so, dass der Karla die Schuld in die Schuhe geschoben wird, dann ist das keine Verschwörung?! Sie haben recht, aber nur, weil ich keinen Sohn und keine Tochter habe - zumindest nicht beide Varianten.

    PS: Eine wichtige Information für absolut weltfremde Träumer: Das ganze Leben ist eine Verschwörung - nichts sonst!

  • Joe ist schon anderweitig verplant und wohl für diese Stelle wohl nicht mehr zu haben. Selbiges wurde bereits im Rahmen des „Ackermann Aufsichtsrat Verzichts Mysterium“ enthüllt, da warten doch noch höhere Weihen auf diesen Mann … wenn wir schon (satirische) Spekulationen anstellen wollen … (°!°)

    http://qpress.de/2011/11/15/ackermann-aufsichtsrat-verzichts-mysterium-enthullt/

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