Nach Zentralbank-Entscheid
Schwedische Krone fällt im Wert

Die schwedische Zentralbank überraschte am Donnerstag. Denn sie weitete ihr Anleihenkaufprogramm um mehrere Milliarden Kronen aus. Die schwedische Währung selbst geriet dadurch allerdings unter Druck und sank im Wert.
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FrankfurtDie schwedische Zentralbank hat Anleger am Donnerstag auf dem falschen Fuß erwischt. Sie ließ den Leitzins des Landes zwar wie erwartet unverändert bei minus 0,5 Prozent, weitete aber überraschend ihr Anleihekaufprogramm um 15 Milliarden Kronen aus. Die Schwedische Krone kam daraufhin unter Druck. Ein Euro verteuerte sich um ein Prozent auf 9,65 Kronen, ein Dollar kostete mit 8,86 Kronen ebenfalls gut ein Prozent mehr. „Die Riksbank hält stur an ihrem expansiven Kurs fest, der in zunehmend extremem Kontrast zu den sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklungen in Schweden steht“, kommentierte DZ-Bank-Analystin Sonja Marten von der DZ Bank. So sei die Inflationsrate in den vergangenen Monaten gestiegen, die Wirtschaft und der Immobilienmarkt des skandinavischen Landes brummten.

Mittelfristig rechnet die DZ-Bank-Analystin mit einer Aufwertung der Krone. Die Währungshüter könnten sich dem Trend nicht auf Dauer entgegenstellen. „Eine weitere Ausweitung der Geldpolitik halten wir für extrem unwahrscheinlich, die heutige Abwertung der Währung dürfte daher auch nicht anhalten.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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